Donnerstag, Juni 15, 2006

Was Frisöre können, können nur Frisöre


Eine Bekannte von mir hatte jüngst wieder einmal das dringende Bedürfnis zum Frisör zu gehen. Und da bei ihr, wie bei so vielen von uns, manchmal Schmalhans Küchenmeister ist, ging sie nicht in den super In-Salon der Stadt, wo man sich fühlen soll wie in einem Puff, sondern zu einem türkischen Frisör vor ihrer Tür. Ein kleiner und feiner Salon, und seien wir doch mal ehrlich, was kann der schon falsch machen, DAS bischen Spitzen schneiden und Strähnchen färben.

Ein grosses, freundliches Hallo als sie reinkam, sie setzte sich und der Figaro nahm sich direkt Zeit nur für sie. Die Spitzen waren schnell passé. Dann kamen wir in die Strähnchenabteilung. Sie entspannte sich, schloss ihre Augen, liess die Hände und Finger auf ihrem Kopf tun was immer sie taten und genoss die kleine Massage. Irgendwie wurde da aber ein bischen viel massiert, so, sagen wir mal nur für die paar Aufheller....

Sie öffnete die Augen. Der junge Mann tobte sich ziemlich aus auf ihrem Kopf. Hier ein bischen heller, da mal dunkler lassen, sie hatte schon ordentlich Alufolie aufm Schädel, fast alles an Haar wurde irgendwie gesträhnt. "Moment, Freundchen, so haben wir aber nicht gewettet! Ich wollte doch nur ein paar, wenige Strähnchen!" Und dann kam seine Superantwort. Die Antwort die alles bisher da gewesene in den Schatten stellt, die eine absolut perkfekte Symbiose eines Mannes und seines Berufs darstellt. Die wahrscheinlich männlichste Antwort die jemals aus dem Mund eines Haarstylisten kam. Ganz überzeugt, so als solle sie dafür dankbar sein, sagte er:

"ICH mach das MIR gefällt!"

Wat willste da noch sagen?

12 Comments:

Blogger Maunamea said...

Und wie sieht die Gute jetzt aus? Hatte der Herr wenigstens Geschmack oder musste sie in einer Rettungsaktion doch noch zu Vidal Sasoon?

12:33 nachm.  
Anonymous Anonym said...

Siehts denn jetzt wenigstens gut aus?

12:37 nachm.  
Blogger monacophilipp said...

ich merk schon, habe einiges an schwierigen philosophischen problemen verpasst ...

nen dicken gruß aus kölle

monaco

1:06 nachm.  
Blogger Fräulein Wunder said...

jeder hat halt seinen eigenen Kopf.

1:41 nachm.  
Anonymous mcwinkel said...

Meiner sagte neulich zu einem Freund, den ich dort als Empfehlung hingeschickt habe:

"Nix da, die langen Nackenhaare sind nur so eine Modeerscheinung!"

und rasierte kurzerhand alles weg.

Ja, nur eine Modeerscheinung. Deshalb wollte er es ja. So wie ich meinen Freund vberstanden habe, geht der da nicht noch einem hin.

2:32 nachm.  
Anonymous glam said...

das ist manchmal gar nicht schlecht, wenn man die gewähren lässt. so kam ich mal zu einer kurzhaarfrisur, kann man ruhig auch mal machen. dann zog der frisör aber bei mir ein und erklärte mir am einzugasabend, dass er merkel gewählt hatte. er zog dann aber auch bald wieder aus. und jetzt sind die haare auch wieder lang.

2:40 nachm.  
Blogger nilzenburger said...

@ maunamea und anonym: also ich fands jetzt nicht sooooo überzeugend, aber ich hab auch keine ahnung von frisuren. sie fands wohl auch nicht so richtig toll, aber zusammen mit dem anekdötchen hatte sie da wohl wieder spass dran.

@ monacophilipp: grüss mir die heimat.

@ blogschrift: aber der hatte wirklich , für einen beruf im servicebereich, einen sehr sehr eigenen kopf...

@ mc: dein frisör ist ja auch so ne ganz eigene marke...

@ glam: also mal ganz ehrlich, du hast da glaub ich was entscheidendes nicht mitbekommen: es gehört nicht zum deal des haare schneidens, das der haare-schneidende danach auch bei einem einzieht. das wär ja noch schöner.

8:49 nachm.  
Anonymous Nomak said...

Riesen-LOL @ glam und Nilz Antwort...hihi

10:04 nachm.  
Anonymous glam said...

everbody makes mistakes. jetzt weiß ich ja auch wie das mit dem frisieren wirklich geht.

7:09 vorm.  
Blogger Dr Sno* said...

...und deswegen bist du jetzt blond oder was?

9:31 vorm.  
Blogger Markus Quint said...

Wäre doch noch schöner, wenn seit neustem jeder selbst über seine Frisur entscheiden könnte!

1:55 nachm.  
Blogger Ingo Vogelmann said...

Ich kack in die Schuhe ... das ist übelst!

3:27 vorm.  

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