Samstag, April 29, 2006

Last Night a DJ saved his life


Also, gestern war echt eine crazy Auflegenacht. Aber der Reihe nach.
Der Start war wie immer. Ruhig, gemütlich. Gegen 22:30 füllte es sich langsam. Dann kam ein Mädchen vorbei, die ihren Geburtstag gefeiert hat und die sich bei mir immer "Pass the Dutchie" von Musical Youth wünscht. Sie gab mir eine H&M - Tüte und sagte "Hier, meine alten Platten. Ich würd die ja sonst eh wegschmeissen. Kannst ja gucken was du brauchen kannst." Wie geil ist das denn, wenn die Leute mir jetzt schon ihre alten Plattensammlungen vorbeibringen! Super Sachen dabei gewesen. Sehr schön. Aber weiter im Text.
Neben mir hatte eine Gruppe von Schlipsies den Tisch reserviert. Ich weiss nicht was die gefeiert haben, einen neuen Kunden, die Erfindung eines tollen Claims, einer aus der Gruppe hatte zum ersten Mal Sex, den Sieg von Ferrero über die Fifa, keine Ahnung. Aber sie müssen sich schon sehr gefreut haben, denn sie bestellten eine Flasche Schampus nach der anderen und spritzten sie im Laden rum. Gut das ich diverse Gerätschaften halbwegs retten konnte.
Dann kam ein Blondes Mädchen zu mir, im Perle-Farbenen Rolli. Smalltalk. Blablabla. "Was machst du so. Ah, Regie! Und was willst du mal so für Filme machen? Aha, Komödien. Was denn so für welche? Weil ich fand den ersten Erkan und Stefan ganz toll. Aha. Was sagst du? Verrückt nach Mary ist deine Lieblingskomödie? Nein, also der ist mir zu obszön. " Hat sie wirklich gesagt. Ich fasste es nicht. Ob sie den denn schon mal gesehen habe, wollte ich wissen. "Naja, also auf einem Flug nach Kuba, oder so. Da waren dann die ganzen Stellen rausgepiept, und da hat es NUR gepiept." Hast du den denn dann noch mal richtig gesehen? "Nein." Danke für das Gespräch.
Der Laden wurde langsam leerer, ich stetig müder und so gegen 4:30 entschied ich die Leute mal langsam darauf vorzubereiten, das gleich Feierabend sei. Wenn man Balladen spielt, dann gehen die eh alle irgendwann, weil denen das zu langweilig ist. Ich reihte also Schnulze an Schnulze, aber das überraschende war: Es wurde wieder VOLLER! Und keiner wollte gehen, im Gegenteil. Da wurden noch fröhlich Wodkaflaschen bestellt, von einer ganzen Gruppe die noch in den Laden kam. Und jetzt kommt das Grösste: Kurz nach 5 entschied ich zu härteren Mitteln greifen zu müssen. Wer nicht hören will, muss fühlen, oder in diesem Fall genau umgekehrt. Nach Wonderful Tonight, vom ollen Eric Clapton, spielte ich Smetanas "Moldau". Wenn Balladen sie nicht veranlassen zu gehen, dann sollte es wohl klassissche Musik tun. Und ihr ahnt nicht was jetzt passiert ist. Einer sprang auf und.....tanzte auf der Theke!
Zu klassischer Musik!
Mir wurde langsam klar, ich kann spielen was ich will, they won´t go. Also blieb mir nur noch der letzte Ausweg: Ich musste gehen. Das tat ich auch. Ich liess noch die Best of Carpenters in angenehmer Lautstärke laufen, das Putzlicht ging an als ich die Tür in den Morgen aufstiess, ich warf mich ins Taxi und schlief zufrieden, nüchtern und ohne Fernsehen ein. Wie schön.

Freitag, April 28, 2006

Dreams are my reality....NOT.


Träume. Eine Welt für sich. So, nach diesem besonders weich klingenden Einleitungssatzmuss ich euch leider enttäuschen. Ich kann mich da nie dran erinnern. Weg. Futschikato. Ich glaube aber, ich kriege noch 2 aus meinem Leben zusammen, die mich so beeindruckt haben, das ich sie mir bis heute gemerkt habe.

1. Im Alter von 7 hatte ich einen äusserst unangenehmen Traum. Ich stand mit meinen Eltern an der Kasse von unserer Sparkasse. Alles sah genau wie die echte Sparkasse aus. Ich ging da immer gerne mit hin, weil mein Vater sich auch immer diese Kleeblattlose holte. PS-Lose hiessen die glaub ich und ich habe bis Heute ihren Zweck nicht begriffen, aber ich fand die Super. Auf jeden Fall stehen wir da in der Schlange und viele andere Leute auch. Plötzlich fliegt die Tür auf und 3 Bankräuber kommen hinein. Aber sie schiessen nicht, sie haben auch keine Bombe, nein, sie haben KETTENSÄGEN! Und als erstes zersägen sie meine Erzeuger. Mann, was hab ich geschrien als ich wach wurde (und ich schwöre zu der Zeit noch keinen Horrorfilm gesehen zu haben). Schlimmer Traum.

2. Als ich Erwachsen war (21) war ich mit einem Mädchen aus Hamburg zusammen, die 9 Jahre älter war als ich (und immernoch ist). Sie war Schauspielerin. In ihrem Bett hatte ich folgenden Traum: Sie und ich sind zu einem grossen Gartenfest eingeladen. Das Fest ist auf einem quadratischen Feld, welches eingezäunt ist. Da hängen Lampions, es gibt ein Buffet, viele Essensstände und auch Getränkewagen. Es ist schön gemacht und alle Leute die da sind, sind richtig fein rausgeputzt. Drum herum ist nichts. Nur der Parkplatz für die Gäste. Presse ist da. Kurzum, eine grosse Nummer. Man muss die ganze Länge des Zaunes laufen, bevor man zum Eingang kommt. Ich gehe mit meiner Freundin den Weg lang. Wir sind gut gelaunt und freuen uns. Da kommt O.W. Fischer. Er sieht mich, steuert auf mich zu und sagt: "Das find ich ganz toll was sie machen. Wirklich." Und geht weiter. Ich bin etwas verdutzt, denke mir aber nix dabei. Nett von ihm. Als wir drinnen ankommen, kommt Hannelore Elsner auf mich zugerast: "Nilzenburger! O.W. Fischer hat dich gelobt! Das ist ein Ritterschlag! Aber er hat auch recht! Toll wie du das machst!" Ich verstehe die Welt nicht mehr. Als auch noch meine Freundin in den Chor mit einstimmt, will ich schnell und in Ruhe was essen. An einer Bude gibt es Currywurst. Die bestelle ich und erzähle dem Koch alles. Und er sagt: "Die sind drauf, diese Schauspieler." Dann wurde ich wach.

Ich könnte mich sicher auch noch an den ein oder anderen erinnern, aber jetzt soll erstmal gut sein. Ich krieg ja schon vor mir selber Angst.

Donnerstag, April 27, 2006

Meine schönste Sitcomerinnerung

Wo wart ihr? Ne, gestern war echt nicht so gut wie sonst beim Karaoke. Aber man muss auch schwache Tage haben. Das gehört dazu.
Da ich gerade die aktuelle C&A - Werbung gesehen habe, erinnere ich mich an einen der besten Spökis, die ich jemals in einer mittelmässigen Sitcom gesehen und gehört habe:
Also, eine Frau muss für ihren Freund die Hochzeit organisieren. Sie hat schon alles vom Budget verplant, als ihr einfällt das sie noch eine Hochzeitsband braucht. Nachdem sie sich informiert hat, geht sie zum Bräutgam.
"Pass auf, ich habe geguckt was wir noch kriegen können und du hast zwei Möglichkeiten. Für das Geld kriegen wir entweder eine Kool and the Gang - Coverband.............oder Kool and the Gang."

Darauf er: "Nimm die Coverband."





Und wer sich fragt, wofür die Links sind...sammeln, Leute, sammeln.

Dienstag, April 25, 2006

Und du. Und du. Und du.


Liebe Freundinnen und Freunde. Liebe Ralfs, Romans und Rossis. Liebe Düsseldorfer, Hannoveraner, liebe Rügener. Meine verehrten Berliner. Liebe Kieler und Münsteraner. Liebe HipHopper, Ramonesfans, Rocker. Liebe Programmierer, Studenten, Musiker. Liebe Kölner. Liebe Friedenskämpfer. Geliebte Frauen, Liebe Männer. Liebe Filmfans, Musikliebhaber, Connaisseure. Liebe Geschichtenfreunde. Liebe Raucher, liebe Öko - Esser. Liebe Italiener, liebe Schotten. Liebe Gesundheitsapostel, liebe Schwimmer. Liebe Voyeure, Vivahasser, Langweiler. Liebe Lehramtlerinnen, liebe Zwiebelsahneputenschnitzel, liebe Polit-Aktivisten. Liebe Malerinnen, liebe Plattenfirmen, liebe Mashr. Liebe Bowler, Halunken, Haubitze. Liebe Leser.

Es wird passieren. Macht euch bereit. Nur noch wenige Tage.

"Alles klar, komm gleich runter."

Ich mich also fertig gemacht. Deo aufgetragen, Schuhe an. Den Hosentaschencheck bevor ich die Wohnung verlasse: Schlüssel, ok, Portmonaie, ok, Handy, ok, Kippen, ok. Ich bin bereit. Oh, halt! Fast hätte ich das wichtigste vergessen...die Präser! Ab ins Bad. Hier lagen doch immer welche...ah ja. Komisch, das ist aber mal ein sehr unmodernes Packungsdesign der Firma London. Na gut, wann war Kondomverpackungsdesign schon jemals cool, aber das hier? Sind noch jede Menge drin. Mal lieber aufs Datum gucken. Gut. Gummis die vor 5 Jahren abgelaufen sind, sollte ich wohl lieber nicht einstecken. Stattdessen lege ich sie wieder zurück...hehehe...freue mich schon wenn einer meiner Mitbewohner die benutzt...hohoho. Oh, warum sind die so porös...


Nachtrag: Ich habe dann noch "frische" gefunden. Sie aber gar nicht gebraucht. Da erzähl mir noch einer was von Vorfreude.

Montag, April 24, 2006

Dies ist nur ein Punkrocktest.

Was ist denn hier mit Blogger los? Kaputt? Meine Posts werden nicht veröffentlicht, oder?

"Ich komm zu spät, ich komm zu spät!"


So sagt das Kaninchen bei Alice im Wunderland immer und so könnte ich es auch heute Morgen sagen, denn ich muss an die Uni und DVD Authoring lernen. Toll.

Deswegen nur dieses Schmankerl für euch, das wahrscheinlich über die Hälfte eh schon kennt, aber da ich das das letzte Wochenende jede Nacht rezitiert habe.muss das jetzt einfach sein. Denn die Message ist Feierei!

Übrigens, das Bild hab ich im Kino am Colaautomaten gemacht. Man muss sich mal vorstellen was heutzutage alles möglich ist! Verrückt! Oh, keine Zeit, keine Zeit!

Freitag, April 21, 2006

Es frühlt sich schön an.

Die Sonne. Auf meinem Gesicht. In meinem Nacken. Sonnenbrille in den Haaren. Flieder blüht. Vögel zwitschern. Menschen hämmern. Hochbetrieb auf Caféterrassen. Die Mädchen lächeln. Ich lächel. Das Eis schmeckt.

An solchen Tagen wünsche ich mir für einen kurzen Augenblick dann doch schwimmen zu können.

Donnerstag, April 20, 2006

Deine Augen werden schwer....

Heute kommen die beste Tochter der Welt und meine Beste Freundin mich besuchen. Deswegen muss ich noch dringend aufräumen. Deswegen kann ich auch gerade nicht zu lange posten. Deswegen habe ich auch einen kleinen Timewaster für euch, den es sich aber bis zum Schluss anzugucken lohnt:

Ich bin ja ein grosser Freund des amerikanischen Stand-Up. Und auch wenn sich Improvisationstheater hierzulande immernoch darauf beschränkt, sich Worte wie CDU und Wasserhahn zurufen zu lassen, ist das drüben, über dem grossen Teich natürlich ein ganz anderer Schnack.

"Improv Everywhere" ist ein Improvisationstheater aus New York, die gerne ihre Stücke aufführen, ohne das die Leute wissen gerade einem Improv zuzusehen. Und dieser hier ist schlichtweg genial. Ein Hypnotiseut hypnotisiert Leute zur Schau im Central Park. Und macht diese üblichen Scherze. Du bist ein Huhn, du bist in der Wüste blablabla. Neu an der Sache ist nur, das der Hypnotiseur wegrennen muss ohne die "Opfer" wieder normal zu machen. Grossartig. Check it out.

Mittwoch, April 19, 2006

Der sensible Cineast


Ich muss jetzt mal eine Lanze brechen. Quasi für mich. Denn:

Ich weine im Kino.

Wirklich. Und sogar überdurchschnittlich oft. Ich weine auch zu Hause wenn ich einen Film auf Dvd sehe. Ich weine auch bei den gleichen Filmen immer wieder. Auch wenn ich die alleine gucke. Ich heule dann nicht laut rum, oder schniefe extra laut. Mir laufen dann einfach die Tränen. Wenn es sehr traurig ist, oder mich sehr glücklich macht oder im besten Falle beides gleichzeitig. So wie das Ende von "Armageddon" zum Beispiel. Oder "About a Boy". Ich weine sehr oft bei "Magnolia". Und ich musste sogar am Ende von "Fever Pitch" weinen.

Mein erstes Weinerlebnis im Kino war sehr merkwürdig und in dem Fall auch wirkliches heulen. Ich war damals 11 Jahre alt. Wir sind immer mit der ganzen Famiie nach Cervia gefahren. 100 km nördlich von Rimini. Schönes kleines Örtchen an der Adria. Wir hatten dann immer ein Apartement und Stammplätze wo wir immer hingingen. Zum Beispiel die "Silver Bar". Ich glaub die hiess gar nicht so, aber das einzige Schild das die hatte war eins von "Silver Cafe", deswegen nannten wir sie so. Und da guckten wir Abends dann immer den alten Italienern beim Boccia spielen zu. Meine Geschwister waren dann meistens in der Disco. Für mich war das ja noch nichts. Ich durfte immer wieder in den Sala Gioci und Videospiele spielen. "Frogger" war einer meiner Favourites. Lustigerweise war das Frogger nicht das von Atari, sondern eines wo man als Frosch Fliegen fangen musste. Mit der Zunge. Gutes Spiel.

Meine grosse Schwester nahm sich eines Abends meiner an, statt in die Disco zu gehen. Ihr Plan war, das wir ins Kino gehen. Die hatten ein superschönes Freiluftkino in einem Hinterhof. Da gingen wir hin. Schnell noch eine Gassosa gekauft für mich, auf die Bänke gesetzt und der Film ging los. Ich verstand kein Wort. Alles auf Italienisch. Aber das war egal. "Das Wunder in der 8. Strasse" funktionierte auch ohne das man ein gesprochenes Wort verstand. Und diese Ufos waren so nett! Und dann bekamen sie Babyufos! Und dann kamen böse Männer, die das Haus der netten alten Leute abreissen wollten! Und dann waren die Ufos weg! Und dann waren alle traurig! Und dann wurde das Haus abgerissen! Und dann kamen die Ufos mit ganz vielen Ufofreunden zurück und bauten alles wieder auf! Und dann gingen sie für immer! Und dann war der nette, starke Schwarze total traurig!

Erste Tränen kullerten über meine Wangen, es wurden mehr, sie wurden dicker. Wir gingen aus dem Kino. Meine Schwester lachte ein bischen: "Weinst du etwa?"
Und dann brachen bei mir alle Dämme. Ich heulte wie ein Schlosshund. Das war so traurig! Die mochten sich doch so! Wieso mussten die denn gehen? Konnten die nicht bleiben? Klar, nach einer weiteren Gassosa und einem kleinen Abstecher in die Spielhalle, war wieder alles gut. Aber ich werde nie vergessen, wie sehr mich dieser Film nur durch seine Bilder zum weinen gebracht hat. Komisch, oder?

Ich weine bei "Moulin Rouge". Und auch bei "Der Mondmann".
Und wisst ihr was: Ich liebe es bei Filmen zu weinen. Damals wie heute.

Montag, April 17, 2006

Dictionaraoke

Ich dreh durch! Hits der Weltgeschichte, als Midiversion, gesungen von Sprachprogrammen. Der Hammer! Hier. Zwar nicht von Abba bis Zappa, wie es in den 70ern immer so schön hiess, aber von A-ha bis Zombies. Viel Spass.

Sie blendete mich mit Wissenschaft

Ich habe eine ellenlange Liste an Lieblingssongs. Und eigentlich will ich heute was anderes schreiben (kommt auch noch), aber weilmir gerade so danach ist, beschäftigen wir uns doch einmal gerade mit einem Lieblingslied aus meinen persönlichen Top 8 (wobei die Platzvergabe in dieser Teilliste ständig variiert, deswegen keine konkrete Platzangabe). Es ist auf jeden Fall auf Platz 1 meiner Lieblings - 80er - Songs. Danach kommt erstmal lange nichts. Ich weiss auch nicht, was genau mich an diesem Song so fasziniert. Er ist irgendwie so vielfältig und dennoch stimmig. Da ist soviel drin (vor allem in der Maxiversion!) Fangen wir doch einfach erstmal mit dem Video an:



Wie gesagt, da steckt ne Menge drin. Schon allein dieses Räuspern als Rhythmus - Element. Grossartig. Übrigens, wenn man mich im Winter oder nach langen Nächten trifft, dann kann einem auffallen, das ich dieses Räuspern schon als Tick übernommen habe, wenn ich mich WIRKLICH räuspern muss.
Auch wenn man von Thomas Dolby nicht mehr so wahnsinnig viel gehört hat, der Mann war fleissig. Er hat z.B. das Album "Steve Mcc Queen" von Prefab Sprout produziert und mehrere Soundtracks geschrieben (wer Sonntags gerne verkatert fernsieht: Er schrieb u.a. den Soundtrack zu "Howard the Duck").
Er gründete Softwarefirmen, heiratete eine Schauspielerin...lest doch selbst.

Eine lustige Coverversion seines grössten Hits findet man hier.
Desweiteren gibt es gerade einen kleinen Skandal um diesen Song, denn der Ehedeppmann von Britney Spears, Kevin Federline, samplete den Song für seine im August erscheinende Soloplatte, allerdings ohne Dolby vorher mal zu fragen. Das ist weder die feine englische, noch besonders clever. Strunzdumm wird diese Geschichte aber erst durch die Tatsache, daß er gar nicht wusste das er einen Thomas Dolby Song benutzte, weil er einen Mobb Deep Song verwurstete, der wiederum damals "She blinded me..." benutzte. Bescheuerter gehts eigentlich gar nicht mehr.
Thomas Dolby bat K-Fed (wie Federline sich nennt) den Song von seinem MySpace-Blog zu nehmen, was dieser dann auch tat. Und Dolby wiederum freute sich darüber sehr auf seinem....Achtung Trommelwirbel.......BLOG!

Soviel erstmal zu meinem Lieblingssong. Bitte gehen sie weiter.

Sonntag, April 16, 2006

Friendly Fire


Ich bin ein freundlicher Mensch. Ich bin auch der festen Überzeugung, daß Freundlichkeit der einzige und beste Weg ist durchs Leben zu gehen. Zummindest für mich. Aber es gibt Dinge, die bringen mich auf die Palme. Und das ist dann auch der Moment in dem ich das harte Wort Hass gebrauchen muss. Hier also meine Top 3 der Dinge die ich hasse:

Platz 3:
Christliche Blogs, die unter dem Deckmantel der Religion und noch vielen anderen Deckmäntelchen, die sie durch Tausend bunte Banner in ihrer Sidebar und ihrem eigentlichen Namen immer zur Hand haben, eigentlich nur so übel rassistisch sind, daß ich gar nicht so viel essen kann wie ich kotzen will. Ich habe vor ein paar Tagen durch Zufall solch einen Blog entdeckt und ich finde es schrecklich und menschenverachtend, was die da so den ganzen Tag schreiben. Ich setze jetzt keinen Link, weil ich nicht will das die auch noch Klicks bekommen. Falls ihr das für den falschen Weg haltet, bitte Bemerkung in die Comments.

Platz 2:
Menschen die in Menschenmassen langsam gehen. Wenn ich zum Beispiel auf einem Flohmarkt bin und die Leute schleichen und bummeln und die Gänge sind voll, da würde ich immer am liebsten meinen Vordermännern/frauen in die Hacken treten und in den Nacken schlagen. Ich muss nicht mit Tempo -30 kmh mitten im Gang stehen bleiben um zu sehen, wie viele Simmelromane der verrückte alte Mann verkauft. Und ich muss dann auch nicht stehen bleiben um mich umzudrehen und meine Frau rufen. Ihr kennt das alle. Horror!

Platz 1:
Menschen die nach einem Taxi rufen, dessen Licht aus ist. Da krieg ich was über mich. Denen wünsche ich das sie NIE ein Taxi bekommen. Da kann ich mich stunden lang drüber aufregen.Echt. Das ist doch ein internationales, jedem Städter bekanntes Zeichen. Wann raffen die das endlich mal?

Das musste mal raus. Ah. Das tat gut. Danke schön. Frohe Ostern.

Freitag, April 14, 2006

L - is for the Way you look at me....


Ich habe mich neulich mit meiner besten Freundin über die Liebe unterhalten. Und dabei habe ich so Sachen gesagt wie: "Ich haqbe in letzter Zeit das Gefühl mich nicht mehr verlieben zu können." oder "Ich glaube ich will mich nur verlieben, um endlich mal wieder guten Sex zu haben."

Und wisst ihr was sie gesagt hat? Sie sagte: "Ach Quatsch. Du bist viel zu harmoniesüchtig, viel zu romantsich um so zu sein. Du brauchst die Liebe, sie erfüllt dich. Du bist durch und durch Romantiker."

Nun ist es so, das sie mich besser kennt als jeder andere, mich eingeschlossen. Und zu gerne bildete ich mir ein, an dieses wunderschöne Virginia Jetzt! - Lied zu glauben ("Denn wahre Liebe ist ein Produkt der Phantasie. Was du auch tust, sie erreicht dich ja doch nie...") aber ich muss sagen, sie hat recht. Ich liebe es mich zu verlieben. Jetzt ist das schon länger nicht mehr vorgekommen und ich hatte geglaubt, das wärs gewesen, aber nein. Ich hab nur im Moment soviel anderes zu tun, so das ich micht vermutlich auf gar nichts wirklich einlasse was in diese Richtung geht. Oder ich ziehe mich zurück, wenn es zu ernst wird. Automatisch. Weil das wohl gerade bei mir nicht eingeplant ist. Aber keine Sorge, Nilzenburger wird wieder lieben und es wird fantastisch sein.

Das musste mal gesagt werden, denn wenn man an Karfreitag nicht tanzen darf, dann darf man auch keinen Quatsch bloggen.
Ich guck jetzt Mary Poppins.

Donnerstag, April 13, 2006

Lückenfüller

Weil ich heute zu verkatert bin (Kakaokeclash) und es eh genug auf anderen Blogs zu lesen gibt (nämlich hier und hier und hier) und ich gerade den zweiten xXx gucke und es sicher auch noch 1000 andere Gründe gibt, möchte ich an dieser Stelle nochmal auf eine Suchanfrage eingehen, die einen netten Surfer auf meinen Blog führte. Diese fremde aber sicher sehr sympathische Person hat nicht nur Probleme mit technischen Geräten, sondern auch ein nahezu freundschaftliches Verhältnis zur modernen Computerwelt, denn die Frage die sie bei Google eingab lautete:

"wie bekomme ich auf einen sony walkman musik rauf"


Nun, aktive Lebenshilfe heute: Also, man nimmt so eine Kassette. Die gängigen Längen sind entweder 60 oder 90 Minuten. Zu Hause an seiner Stereoanlge drückt man auf dem Tapedeck auf "Record" und startet Musik von einer anderen Quelle (CD - Player, Plattenspieler etc.). Wenn man damit fertig und die Kassette voll ist, drückt man auf "Stop". Jetzt ist die Musik schonmal auf der Kassette. Diese nimmt man jetzt durch einen beherzten Druck auf die sogenannte "Eject" - Taste aus dem Tapedeck und steckt sie in den Walkman(Unbedingt darauf achten, das sie richtig herum drin steckt!!!). Der Walkman hat meistens einen praktischen Gürtelclip, damit befestigst du ihn an deinem Hosenbund. Die Kopfhörer mit dem Walkman verbinden, aufsetzen und auf die Taste drücken, die einen Pfeil anzeigt, der nach rechts zeigt. E voilá. Musik. Überall.
(Der Fall ist natürlich ein anderer, wenn du ein Mädchen bist. Dann musst du dir die Kassetten schenken lassen....)

Eine andere Person landete durch folgende Google - Eingabe bei mir:

"Mein Freund will nichts mehr von mir wissen"


Oh, oh. Na, ob ich dafür der richtige Ansprechpartner bin...? Also, wahrscheinlich ist dein Freund einfach ein bischen doof. Oder du. Er will doch nicht einfach ohne Grund nichts mehr von dir wissen, oder? Wenn doch, dann komm rein. Mach es dir gemütlich. Der Weltfrieden ist der Ort, an dem jeder Willkommen ist und mal ein bischen abschalten kann. Jetzt setzen wir uns alle in einen Kreis. So, und dieses Wollknäuel das ich hier habe, das werfen wir uns jetzt zu und dann stellt sich jeder einmal den anderen vor, der es gerade gefangen hat. Also ich bin der Nilzenburger und mein grosses Hobby sind Zierfische. Ich komme aus Köln, lebe gerade in München und eine meiner grössten Leidenschaften ist Musik. So, der nächste...uuuuund hop!


Ich hoffe euch wieder zu Diensten gewesen zu sein und verbleibe mit einem fröhlichen: Tschüssikowski!
Ihr Jürgen Fliege Nilzenburger

Mittwoch, April 12, 2006

Götterdämmerung

Ich bin heute mal wieder den ganzen Tag in der Bahn, komme dann nach Hause, darf mich frisch machen und dann ab ins Priveé, wo ich euch natürlich mal wieder alle erwarte, denn heute ist wieder einmal Karaokeclash bei mir.
Nun möchte ich aber auch den Lesern die nicht aus München kommen die Zeit versüssen und das geht hiermit sehr gut:

Seine "alte" Karriere in den frühen 80ern war grandios. Ich liebe diese Filme, die er zu der Zeit machte, vor allem die beiden "Fletch" - Teile. Grossartig. Kann ich schon fast auswändig mitsprechen, gucke ich aber trotzdem immer wieder (vor allem seitdem ich mir eine Doppeldvd mit beiden Filmen gekauft hab). Aber auch "Schöne Bescherung", der Grisswolds - Weihnachtsfilm ist eine Wucht, wenn nicht DER Film seiner Karriere (was ja auf dieser Seite auch schon erwähnt wurde...). Dann wurde es relativ still um Chevy Chase (der Name schon, Alter, der Name!). Was man in unseren Breitengraden nicht wusste: Soooooo schrecklich still wurde es gar nicht um ihn. Er versuchte nur eine Neuorientierung. Er bekam eine Late-Night-Show. Und findet man es schon schlimm, wenn Moderatoren plötzlich Schauspieler werden, so muss man doch sagen das es noch Tausend Mal schlimmer ist, wenn es umgekehrt geht. Schauspieler sind die schlechtesten Moderatoren der Welt. Immer irgendwie unaufrichtig. Chevy Chase Fernsehausflug wurde nach knapp 3 Wochen abgesetzt, und wenn ihr den folgenden Ausschnitt daraus seht, werdet ihr auch verstehen warum. Dieses peinliche Non-Interview mit Goldie Hawn und dieses rumgeeier und dann noch die oberpeinliche Tortenaktion...Es tut mir leid, ich will keine Idole auseinandernehmen, aber da müssen wir jetzt alle zusammen durch. Bitte sehr.



Schlimm, oder? Es tut einem so Leid, für alle Beteiligten. Für den Jungen, für das Publikum, für Chase und Hawn, für den verantwortlichen Redakteur der nach der Show sicher auf der Strasse sass, für die Band...einfach für alle.
Um diesen schlechten Nachgeschmack loszuwerden, um die gute Erinnerung wieder zurückzuholen, um sich zu entspannen und Spass zu haben, hier nocheinmal das einzige Musikvideo in dem Chevy Chase jemals mitgespielt hat.



Das versöhnt doch wieder...oder?

Dienstag, April 11, 2006

Na dann...

Essen Kulturhauptstadt 2010?
Na, dann kann es ja doch noch sein, daß ich im gleichen Jahr den Literaturnobelpreis für meinen Blog bekomme.

Wirtschaft verstehen: Teil 1


Es ist sicher nicht die beste Idee, zu versuchen gegen übermässig grosse Konzerne anzutreten, aber sie verdient Respekt.

So wie die Hersteller des Gizmondo, einem Handheld das den tragbaren Konsolenmarkt aufmischen sollte. Also, es sollte PSP und Nintendo DS (resp. dem Game Boy) den Rang ablaufen. Naja, das habe schon andere, Grössere versucht. Bislang erfolglos (z.B. das Game Gear von Sega oder das Game inc. von Tiger Electronics). Nicht immer zu Recht, denn ihre Geräte waren gut, bisweilen sogar besser als der/die Marktführer. Aber, wie hiess es doch auch im Fussball so schön "Erst hatten wir kein Glück, und dann kam auch noch Pech dazu."
Dabei war auch das Gizmondo überaus ambitioniert. So mit eingebautem GPS und so etwas. Das sollte dann reale Karten in die Spiele mit einfliessen lassen können. Gute Idee.

Nun braucht man vor allem 2 Dinge, wenn man eine neue Konsole starten will.
1. Einen langen Atem. Etwas was Nintendo und Sony sich ganz nebenbei leisten können.
2. Software. Namhafte Software. Oder zumindest namhafte Entwickler für Software.
Das Gizmondo hatte weder das eine noch das andere. Aber die Ambitionen waren da, die Motivation stimmte. Es würde vielleicht lange Zeit nur ein Nerd-Gerät sein, aber das richtig.

Vielleicht stützte man sich auch auf eine Art Galgenhumor. Hey, wir haben nichts ausser einem Sack guter Ideen, irgendwann muss doch jemand aufspringen! Wir wissen was wir haben, was wir können, was wir wollen. Wir werden das Kind schon schaukeln. Die ertsen Bestellungen sind immerhin schon da! Und Presse ist auch interessiert! Gib mal schnell ne Meldung mit nem Releasedate raus!

So ähnlich wird es wohl über die Gizmondoflure geschallt sein. Und das hätte alles hinhauen können. Bei all den schlechten Vorzeichen, es hätte ein kleines Wunder werden können. Ein Kult. Ein perfektes Open-Source-Handheld, wo jeder mit ein bischen Programmiererfahrung sich dran hätte austoben können. Und übers Netz hätte man dann selbstgeschriebene Programme getauscht und aufs Gerät hochgeladen.

Aber, wenn man sowas macht, wenn man sowas wirklich vor hat und sich dafür Kredite aufnimmt, sich bis an sein Lebensende verschuldet.......

.....DANN MUSS MAN SICH AUCH NEN ORDENTLICHEN CHEF SUCHEN, HERRGOTT NOCHMAL!!!!!

Montag, April 10, 2006

Vorsicht, liebe Leser.


Denn dieser Post ist nicht persönlich, sondern politisch. Aber es muss mal gesagt werden: Wenn das wahr ist, das wäre doch zu schön, oder?

Unfreiwillige Untreue ist eine komplizierte Sache

Es ist nämlich folgendermassen: Ich liebe Dave Eggers. Es hat wohl kaum ein Autor jemals geschafft mich mit seinen (bis jetzt auch durchaus überschaubar wenigen) Werken so zu berühren wie dieser junge Herr aus San Francisco , New York , wo lebt der denn eigentlich jetzt dem Ort aus dem auch Vince Vaughn kommt. Merkwürdigerweise habe ich aber auch seit jeher die Werke von F. Beigbeder verschlungen. Ich fand sie unterhaltsam, habe sie aber, glaube ich, nie so ganz ernst genommen. In meiner persönlichen Rangliste haben sie wohl eher so einen John Sinclair Status gehabt. Ja, das ist schön und easy zu lesen, das unterhält, und wenn es unterhält, dann ist es Unterhaltung. So wie 39.90 oder Memoiren eines Sohnes aus schlechtem Hause. Immer leicht shocking, aber nie wirklich verletzend. Französisch halt. Windows of the World war auch so ein Fall, und mit Sicherheit nicht sein bestes Buch. Sondern eher der Versuch, Teil eines Grossen, Ganzen zu werden. Hat aber irgendwie nicht so richtig geklappt.

Jetzt habe ich mir das neue Buch gekauft. Scheiss Titel: Der romantische Egoist. Wer mich kennt weiss: Also, ein Buch mit diesem Titel würde der Nilz eher für ein wackeliges Tischbein benutzen, anstatt es zu lesen.
Aber ich wusste ja wer es geschrieben hat. Deswegen bekam es eine Chance. Und jetzt gings los. Zeile für Zeile verliebte ich mich immer mehr in dieses "Tagebuch" eines gewissen Oscar Dufresne, der ziemlich offensichtlich ein schlecht verstecktes Alter Ego von Beigbeder ist. Ein Beispiel?

"Montag
Lange Zeit bin ich früh schlafen gegangen. Jetzt habe ich nicht einmal mehr die Zeit, depressiv zu sein. Wer bin ich? Manche versichern ich sei Oscar Dufresne; andere denken, mein wahrer Name sei Frédéric Beigbeder. Manchmal habe ich Probleme, mich darin wiederzufinden. Im Grunde bin ich der Ansicht, daß Frédéric Beigbeder gern Oscar Dufresne wäre, sich das aber nicht traut. Oscar Dufresne ist Frédéric Beigbeder, nur schlimmer; warum hätte der ihn sonst erfunden?"


Man sieht, in diesem Buch verwischen ein wenig die Figuren. Oscar Dufresne ist gefeierter Autor und lebt das Jet Set Leben. Heute hier, morgen dort. Die ganze Welt ist ein Club. Und man kennt alle Gäste. Sein Erfolg scheint zu steigen und zu steigen, man bietet ihm schliesslich sogar eine eigene Fernsehshow an. Und dann passiert, womit niemand gerechnet hätte.

Oscar verliebt sich zum ersten Mal. So richtig. Mit allem Zipp und Zapp. Im Alter von 34.
Das het er vorher so noch nie erlebt. Und da wir die ganze Zeit sien Tagebuch lesen, elbene wir auch mit, was das alles mit ihm macht. Die Liebe haut ihn so um, das er versucht sich selbst zu finden, zu positionieren. Und das ist spannender als jeder Krimi, dramatischer als jede Schnulze, kitschiger als jeder Horror. Das muss man lesen, wirklich.

Ich habe dieses Buch also begeistert verschlungen. Und wurde bis zum letzten Punkt nicht eine Sekunde enttäuscht. Aber ich hatte, während dem lesen das Problem, die Angst Eggers jetzt untreu werden zu müssen. Da schreibt jemand ein Hammer Buch, ich habe alles von ihm gelesen, ich muss wohl Fan sein. Mein Herz focht starke Kämpfe aus. Dave, rutschst du jetzt etwa auf Platz 2? Darf das sein? Der Mann, dessen erstes Buch ich ca. 10 Mal verschenkt habe, sinkt in seiner Wertung?

Und dann kam folgender Absatz in Beigbeders Buch:

"Sonntag
Dieses Tagebuch ist ein Anti-Loft-Manifest.Klar bin ich für die Enthüllung des Privatlebens, weil du bei erfundenen Abenteuern, wie Dave Eggers sagt, immer das Gefühl hast, "im Clownskostüm Auto zu fahren". Doch meine Wahrheit ist durch die Lüge geläutert, durch die Arbeit gefiltert un ddurch das schreiben destilliert."


Er zitiert sogar Eggers? Juchuh! Auf dem Thron, auf Platz 1 ist platz für beide! Wer ist dein Lieblingsautor? Eggers UND Beigbeder. So einfach ist das manchmal.

Freitag, April 07, 2006

Achtung Achtung!

Ab heute steht fest, wer der erwachsenste in meiner Blogroll ist: Revolvermann!
Heute ist euer grosser Tag. Alles erdenklich Gute aus tiefstem Herzen, und in diesem speziellen Fall übersehe ich auch gerne aus welcher Stadt du kommst.
Lasst es krachen!
Nilz.

Dieser Post ist für Berliner


Denn es geht um Döner. Und Döner in München...naja, sprechen wir einfach nicht drüber.
Berlin ist auf jeden Fall Dönerhauptstadt. Wahrscheinlich weltweit. So viele und so billige Dönerverkaufsangebote wie in dieser Stadt gibt es wohl nicht mal in Konstantinopel Istanbul (Reminder an mich selbst: Nilz, da wollten wir doch immer schonmal hin).
Mein ältester Freund Waldi hat zuletzt gesagt, er habe einen Berliner Dönertset in der Zeitung gelesen und alle Döner bis zu einem Euro sind qualitativ eher suboptimal. Sprich scheisse. Na, da hab ich ja Glück, das meiner 1, 20 € kostet.
Ich denke sowieso, das ist mir in Berlin immer positiv aufgefallen, das jeder für sich irgendwann "seinen" Dönermann findet. Meiner ist z.B. der "Bizim Grill" auf der Flughafenstrasse 19 (ja Digger, Neukölln!). Der ist klein, gemütlich, der Döner schmeckt hervorragend und der alte Mann ist superfreundlich. Da fühlt man sich wohl, da lässt man gerne sein Geld.
Jetzt würd ich gerne von den Hauptstädtern (oder den regelmässigen Besuchern der Stadt) wissen:

Wer ist euer Dönermann?

Der Begriff Dönermann impliziert natürlich auch die deutlich seltenere Spezies der Dönerfrau. Es gelten nur Döneranbieter. Keine Wurstbude oder Falafeltreff. Döner. Mit Kräutersosse. Ohne Zwiebeln. Ich bin gespannt.

Mittwoch, April 05, 2006

I miss the comfort in being sad.



Heute vor 12 Jahren.
Es war schon spät. In der Redaktion waren nur noch die Autoren. Wir alberten herum. Dann kam plötzlich der Programmdirektor ins Zimmer und sagte es. Wir wollten das nicht glauben. Sofort versuchten wir eine offizielle Bestätigung zu bekommen. Telefonierten wie die Wilden. Riefen Tageszeitungen in Washington an, aber keiner war da, der es uns bestätigen konnte. Dann riefen wir die Polizei in Washington an. Nichts. Keine Ahnung. Ein Anruf bei der Plattenfirma brachte dann die traurige Gewissheit. Er hat es getan.

Alle waren weg. Wir gingen noch in die Zentrale um einen Crawl (so eine Laufschrift, unten im Bild) ins laufende Programm zu setzen. Dann waren wir fertig. Mehr konnten wir gerade nicht tun. Ein Autor, ein Empfangstyp und ich warteten auf das bestellte Taxi. Wir schwiegen. Es gab nichts zu sagen. Das dachte der Empfangsheini wohl nicht. Nie werde ich den Satz vergessen, wie mich selten einer in meinem Leben wütender gemacht hat (oder war es einfach der Erste der mich so erboste?):

"Naja, Pearl Jam waren sowieso immer besser."

Mit Kurt starb mein Fansein. Ich wollte nie wieder so entäuscht werden.

Fegefeuer der Eitelkeiten

I am not a Theater Guy. Weiss auch nicht, gefällt mir so selten. Ich war in den letzten 2,3 Jahren öfter als vorher in meinem Leben, weil ich immer zu den Premieren meiner Mitbewohner gegangen bin, aber sonst...war ich glaub ich einmal. Nun ist unsere Mitbewohnerin ja ausgezogen, hat aber vergessen einen Nachsendeantrag zu stellen. Deswegen bekommen wir nachwievor die Fachzeitschrift "Theater Heute". Und die lese ich gerne aufm Klo. Die ist immer so beruhigend. Aber was ich jetzt gerade las, war schon ne dolle Nummer und da ich in diversen Blogs nichts davon las, fühle ich mich berufen euch mal kurz zu erzählen was da so abgeht.

16. Februar, Schmidtstrasse 12, Frankfurt am Main. Die Premiere von Ionescos "Das grosse Massakerspiel" steht auf dem Programm. Das der Name sehr programmatisch für den Abend werden sollte, ahnte noch niemand. Auch nicht Gerhard Stadelmaier, Theaterkritiker der FAZ, der in der ersten Reihe sass, Stift und Block bereit um zu schreiben was ihm geboten wurde. Oder besser gesagt um es zu zerreissen. Denn diese Inszenierung würde mit absoluter Sicherheit nicht seinem Theaterverständnis entsprechen. Das wusste wohl jeder der ihn kannte. Er hat einen Ruf als Zankapfel.

Das Stück läuft. Eine moderne Inszenierung die, wie es immer so schön heisst, "den Raum auflöst". Das Publikum muss nicht wirklich mitmachen, aber die Schauplätze ändern sich, so dass die Zuschauer sich auch mal umdrehen müssen. Not Stadelmaiers Cup of Tea. Er bleibt stur sitzen. Der Hauptdarsteller Thomas Lewinky versuchte, improvisierend im Rahmen seiner Rolle, den Kritiker zum umdrehen zu bewegen. Aber der gähnte nur. Demonstrativ. Daraufhin lehnte er sich zu seinen Kritikerkollegen und machte eine "scheibenwischerartige Handbewegung vor dem Gesicht" (Regisseur Hartmann in der Berliner Zeitung), schön auffällig, damit die Darsteller es ja auch mitbekommen. 20 Minuten nach Beginn des Stücks, folgte eine Passage in der eine Schauspielerin auf der Bühne einen Vogel gebärt, Stadelmaier lacht sich extra laut kaputt. Na, DER Artikel wird wohl nicht so positiv.

Schauspieler Lewinky fühlt sich permanent gestört, er versucht ein letztes Mal innerhalb seiner Rolle mit einer Impro den Kritiker zu kritisieren. Er sagte:
" Bitte schreiben sie doch morgen in der Zeitung, was für ein schöner Junge hier auf die Welt kam. Bitte, schreiben sie das, sie sehen so intelligent aus."
Stadelmaier, nicht auf den Kopf gefallen, erwiderte gut hörbar für alle: "Sie leider nicht!". Touché! Der war gut. Und hat gesessen. Lewinky flippt aus, geht zu Stadelmaier und reisst ihm seinen Notizblock aus der Hand. Stadelmaier ist empört, steht auf und verlässt das Theater (natürlich in der Hoffnung das sich alle Kritiker mit ihm solidarisieren und mitgehen....was keiner tat. Mit ihm will man wohl nicht so solidarisch sein, oder hat er etwa das erste Mal bekommen was er verdient...?). Lewinky ruft ihm noch die Worte: "Hau ab du Arsch! Verpiss dich! Beifall für den Kritiker!" hinterher. Jetzt würde man in Frankfurt eigentlich sagen "Der Kaas is gegesse", aber weit gefehlt. Denn jetzt gehts erst richtig los...

Stadelmaier sitzt empört an seinem Schreibtisch/Stammtisch/wherever und startet einen Krieg. Er wurde ungerecht behandelt, er wurde richtig angegriffen und die Pressefreiheit noch dazu. Das war Zensur der Kritik. Es wird also alles in allem sehr pathetisch. Er geht zu seinem Chef und berichtet alles. Dieser ist empört, das sein bestes Pferd im Stall so genötigt wurde und ruft Petra Roth an. Die ist ja nicht nur Oberbürgermeisterin von Frankfurt (als wenn sie dadurch nicht schon genug Macht hätte...), sondern auch Aufsichtsratvorsitzende des Theaters Frankfurt. Sie gibt sofort eine Presseerklärung raus in der die fristlose Kündigung Lewinkys gefeuert wird. Die Intendantin reagiert sofort, Lewinky ist seinen Job los. Dumm gelaufen.

Und jetzt schreien sie alle. Die FAZ lacht sich kaputt, die Theatermacher fordern Solidarität mit Lewinky, und Stadelmaier wirft im Süddeutsche - Interview noch weitere Kohlen ins Feuer. "Ich gehe nicht ins Theater, um am Ärmel gezupft, bespuckt oder wie auch immer belästigt zu werden." Oder hier: "Mir wurde der Spiralblock brutal aus der Hand gerissen. Ich hätte mich dabei verletzen können. Aber es hat auch so ganz schön weh getan." Und über die Kündigung Lewinkys: "Er hat sich entschuldigt, akzeptiere ich. Aber wenn ich jemanden umbringe und mich hinterher entschuldige, komme ich trotzdem ins Gefängnis." Sein Fazit: "Das Leben ist live. Theater ist eine Kunstform. Es folgt Regeln und die hat es gefälligst einzuhalten."

Die Bildzeitung regt sich mit auf, der Spielgel versucht schlichtend einzugreifen (und wird von Theaterleuten als ahnungslos bezeichnet), alle sind aus dem Häuschen.

Eitelkeiten. Auf allen Seiten. Theater muss mit Kritik klar kommen, genau so wie Kritiker auch mal vom Selbstgerechtigkeitsthron runterkommen müssen, wenn sie im Theater sitzen. Aber dort sind sie Lichtgestalten. Sie werden hofiert, sie werden immer eingeladen. Sie sollen bitte schön schreiben. Sie haben Macht. Und alle Theater beugen sich ihnen. Insofern war der "Übergriff" Lewinkys mal eine willkommene Abwechslung. Das Theater soll sich gefälligst, wenn es sich schon so wichtig nimmt, auch nicht von Kritikern abhängig machen.

Siehe auch hier, hier, hier und hier.

Montag, April 03, 2006

Mein Freund hat mit mir.....


....schluss gemacht, ach ich kann ihn nicht mehr leiden. (Lassie Singers)
Das wahrscheinlich grösste Mysterium für mich sind Exfreunde. Die meisten sind so dumm, das kann doch gar nicht wahr sein. Man fühlt sich verblödet in seiner uralten Weltanschauung von Männerehre. Denn sie haben sie nicht.
Ich weis noch, ich kam gerade langsam mit meiner Freundin zusammen. Ich war das erste Mal bei ihr in der Wohnung. Natürlich inpizierte ich zuerst ihre CD - Sammlung. Aha. Jamiroquai. Klar. Welches Mädchen hat die nicht?
Wir waren beide aufgeregt. Was sollte man jetzt sagen, was sollte man machen?

Da klingelte das Telefon.

"Ja, Hallo? Ach du bist es....isr doch egal mit wem ich hier bin...nein, nein du kommst jetzt nicht vorbei. Nein, das machst du nicht! Nein!" Er hat aufgelegt.
"Es kann sein, das mein Ex jetzt hier vorbeikommt. Oh Mann, dieser Idiot!"
Ich sage euch, das sind die Worte aus denen Sätze gemacht sind, die man nicht hören will. Wie sagte doch Michael Jackson einst so schön? "I´m a lover, not a fighter."

Ich kann nicht verstehen, warum Exfreunde so eine Szene machen. Komm zurück, der ist scheisse, ich bring mich um, um nur einige zu nennen. Ich verachte das zutiefst. Ein Mann muss wissen wann er verloren hat, sonst ist er nur noch eine arme Wurst. Wobei...vielleicht ist arme Wurst zu wenig...solche Typen sind einfach dumm. Idioten. Deppen auf höchstem Niveau.

Ich war nie solch ein Ex und ich habe auch nicht vor es zu werden. Man muss ja auch hoch erhobenen Hauptes aus einer Beziehung rausgehen können. Typen, seht das mal ein! Wir, Männer mit Eiern, haben keine Angst vor euch, wir finden euch einfach nur peinlich. Auf höchstem Niveau.

Edit: Das hört sich an, als wenn ich aktuell slch ein Problem hätte und ich muss sagen: leider nicht.

Sonntag, April 02, 2006

Remember the Days...

Nur weil ich versprochen habe es nachzureichen:



Ich als Stehlampe, Karneval 2006, Köln am Rhein.