Donnerstag, März 30, 2006

For real!

Ich werde heute den ganzen Tag auf Deutschlands schönen Autobahnen verbringen, deswegen für euch ein Video von Münchens zukünftiger Hip Hop Legende Steve O. Das coole ist, das er diesen Clip mit der Videofunktion seiner Digicam im Urlaub in Ägypten gedreht hat. Das heisst er hatte nie länger Zeit pro Take als 30 Sekunden. Und trotzdem soooo fett.



Word.

Mittwoch, März 29, 2006

Questo "Überschrift" é in Italiano


Der Text aber nicht. Nur so zum Grusse.
Eine Interessante Diskussion (naja, wenn 2 was sagne, ist es dann schon eine Diskussion? Eher nicht, wir gehen aber jetzt mal davon aus...) ist in den Kommentaren entfacht. Ist italienisch schöner als deutsch?
Ich habe ja immer viel mit Italien und seiner Sprache zu tun gehabt. Mein Vater spricht es fliessend, weil er Italien so mag und immer Kunden hatte die von da kamen. Meine Mutter könnte es wohl auch, wenn sie sich denn trauen würde. Meine beste Freundin ist Halb - Italienerin und bringt diese Sprache auch unserer Tochter bei. Da war ich natürlich damals auch immer mit, bei der italienischen Famiglia in Umbrien. Das war echt immer sehr lustig. Als die Oma mir die Fetzen an den Hacken meiner Jeans mit einem Küchenmesser abschneiden wollte (die fransen aber echt immer an der Stelle aus!), weil ich so nicht im Dorf gesehen werden sollte. Das Essen war natürlich die Oberwucht. Einfache Spaghetti mit schwarzem, frischen Trüffel (die Gegend ist bekannt dafür). Saulecker.
Sehr charmant an Italien ist auch die Besonderheit eines jeden Dorfes. Der oberflächliche Tourist, der in seinem Sharan durch die Landstrassen brettert bekommt das natürlich nicht mit, aber wenn man sich mit den Leuten unterhält, dann staunt man immer wieder wofür jedes noch so kleine Dorf in Italien WELTBERÜHMT ist. Norcia, die Heimat der Familie meiner besten Freundin, ist zum Beispiel nicht nur für bereits erwähnten Tartuffo bekannt. Auch für ihre Salcicce, für ein Erdbeben von vor ein paar Jahren und ganz bestimmt hat Mina, eine italienische Starsängerin, da auch mal für ein paar Wochen gelebt. So wie Johnny Depp da auch mal war (allerdings zu 21 Jump Street Zeiten, aber immerhin!). Überhaupt ist die ganze Region beliebt wegen ihrer Linsen (Lentichie), denn da gibt es in den Bergen ein rieeeesengrosses Linsenfeld. An dem Feld ist wiederum ein Dorf, das berühmt ist, weil Celentano da in den 50ern einen in Italien beliebten Film gedreht hat. Und weil da immer Drachenflieger gegen die Felswände donnern. Und weil die Bewohner des Dorfes damals keine Dorfzeitung hatten oder etwas in der Art, und deswegen die wichtigsten Nachrichten (wer ist geboren, wer ist gestorben, wer ist fremdgegangen, wer ist Bürgermeister) einfach mit Farbe auf die Hauswände gepinselt haben. Das machen die heute noch so. Die Grösse der Schrift ist dabei gleichbedeutend mit der Relevanz der Nachricht. Ich weiss nicht mehr wie das Dorf hiess, aber es ist am "Pian Grande", das ist das Linsenfeld.
Nicht mehr erinnern kann ich mich auch an den Namen eines anderen Dorfes, in der Nähe von Assisi (bekannt für den Heiligen Franziskus von Assisi, quasi der Namenspatron für die: Franziskanermönche. Überraschend). Aber die sind bekannt für ein merkwürdiges Ritual. Einmal im Jahr treffen sich alle Stadtviertel auf dem Rathausmarkt und müssen versuchen einen Riesenstamm aufzurichten. In dieser Position müssen die Teams ihn dann einen Berg hochtragen, ihn oben wieder kippen und durch eine Kirchentür tragen. Das erste Viertel das oben ist, ist auch ein Jahrlang das coolste. Es heisst, das ganze sei eine sexuelle Anspielung, der Stamm eindeutig ein Phallus der in die Kirche "eindringt". Oh Gott.

Jetzt hab ich mich so verfranst, das ich mich gar nicht über die Sprache ausgelassen habe. Was soll man sagen: Sie ist wunderschön. Sie braucht viel zu viele Worte für einfache Sachverhalte. Das ist das schöne. Seht euch mal einen amerikanischen Film an, der auf italienisch synchronisiert wurde, dann wisst ihr was ich meine. Während der Darsteller einmal den Mund öffnet, hat er in der italienischen Synchro schon mindestens 5 Wörter gesagt. Super!

Aber, und, jedoch, obwohl: Deutsch ist auch super und superschön. Weil es das genaue Gegenteil ist. Weil es sofort auf den Punkt kommt. Weil man alles sagen kann in 160 Satzzeichen. Naja, vielleicht nicht alles...q.e.d.

AAABER: Ich habe immer das Gefühl, das Celentano in der deutschen Synchro NOCH lustiger ist als im Original. Das ist doch mal ein Hammerbeweis.
Sara per che ti amo.

Dienstag, März 28, 2006

A - Team vs. SATC


Mann, Mann, Mann. Was hier immer los ist (in der Bloggosphäre). Ich halte dies nicht für einen unpolitischen Blog, aber im Tagesgeschehen sollen sich mal die anderen engagieren, die können das auch viel besser als ich. Save Moni!

But lets come to the point:
Gestern Abend war ich beim Griechen. Nicht so schlimm wie sonst. Einfach mal ein bischen ruhiger gemacht. Dann habe ich da dieses Mädchen kennengelernt. Und innerhalb kürzester Zeit haben wir über die Kommunikationsschwierigkeiten zwischen Männern und Frauen gesprochen. Dabei ist mir aufgefallen, das ich diese Art Gespräch in letzter Zeit öfter mit dem schönen Geschlecht führe. Aber warum nur?
Ist das etwa eine Vermariobarthisierung meiner Generation? Bitte nicht!
Vielleicht sieht man auch endlich klarer und weiss um die eklatanten Beziehungsfehler Bescheid und tauscht sich aus um beim nächsten Mal alles besser zu machen. Mag sein. Aber vielleicht ist es auch einfach nur eine andere Form des Flirts, der Anmache. Man schafft scheinbare Transparenz (bitte keine "Save Moni" - Artikel hier hin linken!!!) über das eigene Geschlecht, stellt sich somit in ein besseres Licht und versucht auf subtilste Art und Weise anzudeuten das Gegenteil zu sein. Die Frage ist ja nur ob das auch funktioniert..? Ist das nicht so einfach zu durchschauen wie "Microsoft schenkt dir 231 $" - Kettenmails?

Ich finde das macht einfach Spass. Das Mädchen gestern Abend erzählte dann auch das sie jetzt seit 4 Wochen in München lebe und seit 6 Wochen einen neuen Freund habe. In Köln. D schmetter ich doch einmal ein fröhliches "Herzlichen Glückwunsch" und ein noch grösseres "Viel Glück!" ins World Wide Web (das ist geil das mal so als Begriff zu nutzen, habe ich, glaub ich, noch nie gemacht...).

Fakt ist auf jeden Fall folgendes: Nein, ich brauche kein Mann - Frau - Langenscheidt. Ich liebe es einfach nicht alles zu verstehen was sie so tun. Das gehört doch dazu. Man müsste nur mal für ein Paar Korrekturen im genetischen Code sorgen. Uns wäre allen schon geholfen, wenn Frauen tatsächlich begreifen würden, das Männer sagen was sie meinen, bzw. umgekehrt. Das ist doch gar nicht so schwer. Und ich verspreche euch: Diese Welt würdeschlagartig eine bessere. Ehrlich. Für den Weltfrieden.

P.S.: Wer mich jetzt für einen frustrierten oder desillusionierten oder schlimmstenfalls beides Single hält, der irrt. Und wenn ihr als nächster Schritt sogar noch weniger von uns begreifen solltet: Ich liebe euch, Frauen. Da bin ich hoffnungsloser Romantiker. Und das Liebe nachwievor das beste ist, sieht man hier.

Montag, März 27, 2006

Ich dachte immer das wären mehr


1.
Hier gemacht.
Aber für jemanden der nicht gerne verreist ist 9% wahrscheinlich gar nicht so ein schlechter Schnitt, oder? Der Doktor hat bestimmt 90 Prozent.
[via Dorfdisko]

2. Ich dachte auch das hier deutlich mehr Menschen mitmachen würden. Hab ich mich wohl geirrt. Kann sich aber noch ändern. Haut in die Tasten. Ihr habt noch ne knappe Woche Zeit.

3. DAS hier ist der Skandal aller Skandale. Ich bin entsetzt und frage mich, warum ich bislang einer der wenigen bin...
(ausser natürlich Rene, der mich überhaupt erst darauf gebracht hat..)

4. Es ist sicherlich nicht meine Art Telenovelas zu promoten. Geschweige denn zu gucken. Aber heute müsst ihr. Wie ich auch. Keine Ausreden. Der Grund? Mein Mitbewohner spielt mit!

Sonntag, März 26, 2006

Spätes Premierenfieber


Demnächst findet hier im schönen München eine Premiere statt zu der ihr alle kommen müsst, sobald es mehr Infos gibt stehen sie hier. Das dazu.

Mein Geburtstag ist ja erst im Oktober, ich denke aber ich sollte langsam mal mit Vorbereitungen anfangen, ihr habt es ja erlaubt.

Und jetzt gleich wirds spannend:
Ich war ungefähr 19 als ich es das erste Mal probierte. Ich wollte natürlich nicht blauäugig in die Materie eintauchen und ging mit einer Frau die es wissen musste zu meinem ersten Essen von dem Zeug. Sie qualifizierte nicht nur das sie es laut eigener Aussage sehr gerne mochte, sondern auch das sie Asiatin ist. Mit wem wenn nicht mit ihr, dachte ich, und so verabredeten wir uns im belgischen Viertel der besten Stadt der Welt um bei einem Laden der wahre Meisterleistungen bei der Zubereitung des Gerichts vollbringen sollte.
Mein erstes Sushi.
Aufgeregt fragte ich was ich nehmen soll. Sie stellte mir eine bunte Mischung zusammen, ich weiss nicht mehr wie das alles hiess, aber es war wirklich eine Menge unterschiedliches Zeug dabei. Ich war natürlich skeptisch. Roher Fisch...hmm...ich mag überhaupt keinen Fisch wenn er nicht in Stäbchenform ist, aber alle schwärmen von Sushi, also muss ja was dran sein.
"Was ist denn das für ne grüne Paste?"
"Die macht das scharf. Da musst du ordentlich von nehmen. Immer in die Sojasauce rein."
Na gut, ich nahm also eine Zweikidneybohnengrosse Portion Wasabi und rührte sie in die schwarze Sauce. Mit Stäbchen essen war mir vertraut (ich muss zugeben, durch Mc Donalds Chinawochen)also nahm ich das erste schwarze Röllchen, machte es schön voll mit Sauce und steckte es in den Mund. Der erste Moment war noch super, aber dann startete der Meerettich sein Feuer und ich war verloren. Wasser! Wasser! Wasser!
Den Rest des Abends habe ich nichts mehr geschmeckt. Ekelhafte Pampe war ab da der liebste Kosename den ich für Sushi hatte.

Vor 2 Wochen war ein Event im Privee wo ich als Gast war. Die Veranstalter liessen es sich nicht nehmen richtig gross aufzufahren. Man konnte sich noble Feuerzeuge die man geschenkt bekam gravieren lassen womit man wollte von einem Graveur der den ganzen Abend zugegen war. Und dann kam die Überraschung: Sushi für alle! Jeder eine Portion, schön gemischt mit allem PiPaPo. Jetzt hatte ich an dem Tag sowieso nocht nicht besonders viel gegessen. Was tun?

"Ok, Roman. Ich hab noch nie Sushi gegessen (was ja irgendwie auch stimmte...zumindest noch nicht ernsthaft), was soll ich probieren. Ich mag nämlich eigentlich gar keinen Fisch."
"Nimm die California Rolls. Die haben den meisten Geschmack."
Na, das war doch mal ein Tip mit Substanz!
"Und hier, das grüne Zeug musst du in die Sojasauce rühren. Aber vorsichtig, das ist total scharf!"
Warum denn nicht gleich so? DAS sind konstruktive Tips für den Sushigenuss!
Und was soll ich sagen?

Lecker.

Und was ist jetzt die Premiere des Tages? Heute Abend habe ich mir zum ersten Mal ganz alleine und nur für mich, Sushi bestellt. Und zur Sicherheit, falls es nicht schmeckt, noch eine Portion Hühnchenspiesse. Wünscht mir Glück.

Freitag, März 24, 2006

Klitzekleine Frage

Wenn man sich Gedanken über die Festivitäten zu seinem 30. macht, darf man dann auch ein bischen übertreiben?

Donnerstag, März 23, 2006

Für Kinder, die Männer sind werden sollen

Die sogenannten "America - Sessions" von Herrn Cash sind ja mittlerweile so etwas wie das neue "Cafe del Mar", also de facto unhörbar. Klar ist das "Rusty Cage" - Cover cool, aber cooler ist dann doch live in San Quentin. Am allercoolsten ist aber das hier:

Und das habe ich nur entdeckt weil mich der Superheldenclub durch sein wunderschönes Yip Yip Video darauf brachte, mal nach der Sesamstrasse zu tuben. (Sagt man eigentlich tuben? Ich denke schon, sollte nach googeln das nächste neue Webverb werde.)

Arme Sau

Mein Unrechtsbewusstsein wurde schon in jungen Jahren geprägt. Nicht durch das "Free Nelson Mandela" Konzert, das ich mit meinen Geschwistern an einem Samstagnachmittag live im Fernsehen verfolgte. Auch nicht durch Die drei Fragezeichen oder sonstiger wertevermittelnder Jugendliteratur. Es wurde geprägt durch Comics. Durch Disneycomics allgemein und durch Donald Duck Geschichten im speziellen. Ich habe nie, und werde es vermutlich auch nicht, verstanden, wie man das lustig finden kann.

Donald ist ne arme Sau. Alleinerziehend mit Drillingen (!!!) von denen niemand weiss wo sie herkommen, vermutlich nicht einmal Donald selbst. Einen Onkel der ihn komplett tyrannisiert und der so etwas wie "Blut ist dicker als Wasser" wohl als hochgradige Beleidigung versteht. Einen Schuldenberg, den keine normale Ente jemals wieder abtragen können wird. Keine Hosen (ein Zustand übrigens, der Goleo ziemlich glücklich zu machen scheint). Eine Freundin, die sich nie sicher ist, ob sie mit ihm zusammen ist, und das nun schon seit Jahren. Und EIN Typ, der ihm immerwieder vorführt, wie sinnllos all sein streben nach Glück ist, und der wirklich ALLES in den Arsch geschoben bekommt. Ja, ich rede von Gustav Gans. Arroganter als jeder Soapdarsteller der westlichen Hemisphäre, der sich schon auf dem Weg auf die Titelblätter der Nation sieht. Er provoziert sein Glück und es gehorcht ihm wie eine reudige Hündin. Selten erlebte man Glück so ehrlos. Das wäre alles noch ok, wenn Gustav auch gelernt hätte sein Glück zu teilen. Wenn er Donald immer mal wieder auf ne Cola eingeladen hätte. Wenn die beiden dicke Kumpels wären und gemeinsam Dagobert Feuer untern Hintern gemacht hätten. Haben sie aber nicht. Stattdessen prügelt Gustav noch auf den einzigen ein, der so tief am Boden liegt, wie es tiefer nicht geht. Er führt Donald vor, machtihn lächerlich. Natürlich besonders gerne in der Anwesenheit von Donalds Freundin, auf die er nämlich auch scharf ist. Und was macht diese illoyale Dumpfkuh? Lässt sich auch noch auf den Schleimi ein! Immer wieder!
Desweiteren macht er Donald auch noch vor seinen Neffen zum Affen. Vor denen Donald alles versucht um eine Art Autorität darzustellen! Und er unterwandert das immer wieder.
Kurz und gut: Ein kompletter Vollsuperarschwichserpisskopp.
Hab ich zumindest immer als Kind gedacht. Ich konnte das auch irgendwann nicht mehr lesen, habe Geschichten mit Gustav sofort überblättert und musste mich somit meistens mit den weitaus weniger aufregenden, weil spiessigen Micky Maus Geschichten abfinden (ausser denen wo dieses komische Atomwesen mit den Riesenfüssen mit Micky "upteamt"). Ein ganz klein wenig versöhnt wurde ich durch die frühen Phantomiasgeschichten. Ah, was für eine Wohltat, Donald triumphiert über Gustav. Hab ich bestimmt 1000mal gelesen. Aber die paar Bände reichen nicht. Justice for Donald.
Ich finde das ja in Filmen zum Beispiel auch lustig, wenn der Held auch der Depp ist, siehe Clouseau, Buster Keaton, De Funes, Verrückt nach Mary, Anchorman etc. etc.
Aber was diese Figuren eint und extrem von Donald unterscheidet: Am Ende schaffen sie es doch irgendwie. Und müssen nicht in einem Wutanfall ihren Widersachern in den Horizont hinterherlaufen.

Der gute Effekt aber: Wie erwähnt, das ausgeprägte Unrechtsbewusstsein. Doch während andere das zu Attac tragen, behalte ich das lieber für mich und meine Umwelt. Wir wollen ja nicht übertreiben.

Dienstag, März 21, 2006

Übrigens...

..nur weil ichs gerade gelesen habe: Jemand ist über Google bei mir gelandet, weil er von der Suchmaschine wissen wollte: "Welchen Namen würde Leonardo di Caprio sein Baby geben". Ich möchte Suchende ja nicht enttäuschen, muss jetzt aber trotzdem ins Blaue raten: Bei einem Jungen Jack oder John, bei einem Mädchen Mary oder Kate oder Ashley. Ich hoffe die Frage ist damit gut beantwortet und die arme suchende Person von ihren schlaflosen Nächten befreit. Nichts für ungut, hab ich doch gern gemacht.

Dinge die ich vermisse

Zeit ein wenig nostalgisch zu werden. Auch angesichts der grossen Veränderungen die uns bevor stehen. Von denen ihr vielleicht noch nicht einmal etwas ahnt. Aber lasst uns nun lieber zurückblicken. Zurück zu Dingen die mir fehlen. Sehr. Wie zum Beispiel das alte Packungsdesign hier. Den Zusammenhang zwischen Packungsdesign und Geschmack, oder besser gesagt "gefühltem Geschmack" ist nicht von der Hand zu weisen. Deswegen jetzt bitte keine Kommentare a la "Aber ist doch dasselbe drin!". Das ist Kontraproduktiv und gehört definitiv nicht in diese Diskussion sondern eher in ein Forum von Ökotest - Abonnenten die sich darüber austauschen welches Markenprodukt hinter welcher Aldi/Lidl/Penny - Marke steckt. Interessiert mich nicht. Ich rauche seit Jahren HB, auch wenn es immer wieder Menschen gibt die dann den Kopf schütteln oder solche Sachen sagen wie :"Ha, HB, die hab ich damals immer von meiner Mutter/ meinem Vater/ meiner Oma geklaut. Ist ja krass." Ich antworte meistens standardisiert mit dem Satz :"Tja, Männerzigaretten." Ich sollte aber eigentlich antworten mit: "Raucht ihr doch eure französischen Bohemien - Cigarettes und fühlt euch wie in Montmartre, ich habe lieber den ehrlichen Geschmack von Essen - Kettwig in meinen Lungen." Ich zwinge ja niemanden die zu rauchen. Auf jeden Fall haben die in der schönen alten Schachtel besser geschmeckt, die neue Schachtel ist ein ziemliches Problem für meine Augen. Da wollte man moderner werden und ist doch nur bis in die 80er gekommen. Ick bin troorick. (Übrigens ein Zitat. Na, von wem? Wer weiss es?)

Hier auch zweifellos: Das Zeug hat deutlich besser geschmeckt, als es noch in der braun geriffelten Glasflasche ausgeliefert wurde. Diese neuen austauschbaren Schwirbellogos schaffen doch gar keine emotionalen Werte! Ich weiss noch wie ich mit meinem besten Freund Silvester 87 gefeiert habe und wir Fanta, Cherry Coke (damals zum ersten Mal auf dem hiesigen Markt und geschmacklich ebenfalls etwas besser als heute, aber das tolle Chemieabfallprodukte nicht mehr so schmecken wie in den 80ern haben wir wohl den Ökotestabonnenten zu verdanken...) und Mezzo Mix tranken. Und alles schmeckte super. Und 88 wurde spitze. Gut, ich gebe gerne zu das die Fantatrinkpacks wirklich ein riesiger Griff ins Klo waren. Da gab es Leute die das besser konnten. Sunkist oder Capri - Sonne, der Porsche unter den Trinkpacks. Zu meiner Zeit jedenfalls. Selbst die Alditrinkpacks hattenb noch einen gewissen Style. Arm wurde es erst wenn man auf eine weiterführende Schule geschickt wurde mit "Biene Maja" - Trinkpacks im Ranzen. Mit nie passiert, aber ich habe Jungs dafür bluten sehen.

Dann natürlich noch dieser Kandidat. Ohne Worte.



Und die wirkliche Königsfrage für alle die glücklich mit Fooddesignerträumen aufgewachsen sind: Kennt noch jemand diesen Donal Duck - Joghurt? Den mit Colageschmack? Und wer fand den auch so lecker?

Übrigens: Zu meiner Zeit trank niemand mehr Tri Top. Outer ging es gar nicht mehr. Wolltest du aus Wasser Gold machen, dann musste Quench her. Ist ja wohl klar. Gibts das überhaupt noch, oder haben sie uns das auch weggenommen?

Montag, März 20, 2006

Gedanken am Frühlingsanfang

- Stand gerade im Karstadt an der Kasse. Eine Tüte Ja! - Milch, ein Twix, ein Milky Way und eine Cherry Coke. Dabei fiel mein Blick auf die aktuelle Spezialausgabe der Zeitschrift "Meine Familie und ich", ihr wisst schon, diese Kochzeitschriften die scheinbar eine Supermarktkasse erst zu einer Supermarktkasse machen. Und das überall. Auf jeden Fall geht es in dieser Sondernummer wohl um die Verarbeitung von gedrehwolftem Fleisch auf alle erdenklichen Arten. Und deswegen trägt das Heft wohl auch den wunderschönen, neongeletterten Titel "Hack International". Das wär doch auch ein guter Bandname, oder?

- Beim passieren eines Fotoladens fiel mir die Tafel auf, welche der Betreiber selbigens wohl als sogenannten "Eye - Catcher" auf dem Bürgersteig positionierte (ich war gerade in so einem Formulierungsrausch, das ich geneigt war "Trottoir" zu schreiben, habe mich aber dann doch besonnen nicht unbedingt wie der Superschnöselhonk rüberkommen zu wollen). Darauf war zu lesen: "DIE Farbe für Kenner: Schwarz - Weiss!". Ich fand Schwarz - Weiss schon immer überbewertet, kann ich mir den Kenner - Credit wohl auch in die Haare schmieren.

- In der türkischen Bäckerei Reuterstrasse, Ecke Flughafenstrasse, sass bis gerade eben noch ein Mann der original aussieht wie George Lucas. Sollte das etwa bedeuten das...hmmm...also mich hat das schon stutzig gemacht, daß der Neuköllner Hertie alles leer geräumt hat und da angeblich nur noch Quelle drin sein soll..da könnte man ja ideal auf den leeren Etagen grüne Wände hinhängen und da locker die verbleibenden Teile 7 - 9 in einem Rutsch drehen. Und man könnte auch noch Berliner (für Aussenaufnahmen sogar Brandenburger) Filmförderung einstreichen. Ich denke man sollte die Augen besser offenhalten.

- Wenn man ein Ikeabett abbaut, im nächsten Raum wieder aufbaut und man sich dann daran erinnert das ein Freund gesagt hat "Die Möbel von denen sind einfach nicht dazu da, ein zweites Mal wieder aufgebaut zu werden!", dann erfüllt einen das schon mit einem gewissen Stolz.

- Und Tobias ist die bessere Wahl gewesen. Keine Gute, aber die bessere.

Freitag, März 17, 2006

Janz Berlin is eene Wolke...


So. Ich bin jetzt also in Berlin. Bei der Familie.
Berlin und ich, das war ja schon immer so was wie eine Hassliebe. Ich liebe die Stadt für ihre Ecken an denen sie 80er ist, an denen die Zeit stehengeblieben zu sein scheint. Ich hasse Berlin für seine Mittes und Prenzlberges und Schlössers und wasweissich. In meiner Jugend war diese Stadt immer sooooooo weit weg. Ich kannte die nur aus Filmen. "Richie Guitar" war so einer, der Ärzte-Film. Oder "Christiane F.". Oder die Jugendsendung "Moskito". Berlin das war auch "ZDF - Hitparade" und Kinderferienprogramm von der IFA. Von der es übrigens auch "Na sowas" täglich gab. Berlin, das waren sämtliche "Didi" - Filme. Berlin das war aber auch Punkrock, keine Bundeswehr, da durfte man machen was man wollte. Da hörte man immer wieder von Kreuzberg. Nicht nur durch Manfred Krug als Rechtsanwalt. Berlin waren Seyfriedcomics. Und dann fiel plötzlich die Mauer.

Jetzt gings los. Geschichten über Berlin überschlugen sich. Da macht in jedem Keller im Sekundentakt ne neue Kneipe auf. Bis sie wieder zugemacht wird, aber in der Zeit haben an der nächsten Ecke sowieso wieder drei neue aufgemacht. Da passierts, da wird in jeder Kneipe ne Band gegründet. Berlin war jetzt auf einmal mehr für mich. Berlin waren die Ärzte, Berlin waren die Lassie Singers. Berlin war D Base 5 und Plan B. Berlin war natürlich King Kong. Und Depp Jones. Ich musste dahin, ich musste einfach. 1995 war ich zum ersten Mal da. Alles irgendwie runtergerockt, kaputt, neu. Ich fands spannend. Aber auch irgendwie...ähm...so uneins. Was war das jetz alles hier? Es schien als hätten alle das Potential in der Hand etwas ganz neues und grosses zu schaffen, aber keiner wusste wo man anfangen sollte.

Und dann war ich endlich da. Zum ertsen Mal. Wie oft hatte ich von ihm gelesen, gehört, ihn in Filmen oder auf Fotos gesehen. Er war Berlin für mich. Er verkörperte alle meine Erinnerungen an diese Stadt und daran, wie ich sie mir als Kind im Kopf zurechtgebaut hatte. Ich dachte immer er wäre das absolute Zentrum, das er dann doch eher so am Rand lag hat mich etwas verwundert. Aber nicht enttäuscht. Er war vollkommen unbeeindruckt von dem Umbau der Stad, von dem Aufbruchgefühl. Ihm war klar: Ich werde immer so bleiben wie ich bin. Ich kann gar nicht anders. Der Kudamm. Und den Plattenladen gibt es immer noch. Und das Europacenter auch. Und den Mercedesstern auf dem Dach. Und den hässlichen Dritte-Welt-Laden an der Gedächtniskirche. Und den Hertie. Das ist für mich Berlin.
Wenn ich hier bin, weiss ich das ich da war.

Donnerstag, März 16, 2006

Wie ein kleiner dicker Junge einmal Content generierte

Ich bin also auf dem Weg quer durch die Stadt. Musste ein bischen was erledigen. Sachen ausdrucken und so. Und das kann man ja in der Hochschule für lau (abgesehen davon sind in unserem Haushalt sowieso schon alle Druckerpatronen leer). Also nix wie hin. So stehe ich also in der U - Bahn und lausche meinem iPod. Ich bin übrigens mittlerweile davon überzeugt, daß dieses Gerät Pulsfrequenzen oder Gehirnströme oder was weiss ich lesen kann. Es kann zumindest kein Zufall sein, das dieses Gerät im Shufflemode aus 3.500 Songs immer die aussucht, auch noch in einer grandiosen Reihenfolge, auf die ich gerade Bock habe. Da könnt ihr mir erzählen was ihr wollt. Einmal, ok. Zweimal meinetwegen auch. Aber ab dem 10. Mal weiss man....da muss mehr sein. Ich glaube das die Firma Apple zu diesem Zweck mehrere, als Handyfunkmasten getarnte, Superantennen aufgestellt hat, die im Nullkommanix die Gedanken eines ganzen Viertels scannen, auswerten und für sich benutzen können. Produkte dieser Company sind natürlich mit einer Art Peilsender ausgestattet, so das es möglich ist sofort zu orten, wo sich die sowieso schon produktaffine Kundschaft befindet. Dadurch...oh, ich schweife ab. Let´s get back on Track!

Ich steh da also direkt an der Tür (das ist in Münchener U - Bahnen so ziemlich der einzige und praktischste Platz, wenn man stehen will - in den Bahnen der neuen Generation sind deswegen schon schmale Polster direkt in Türnähe angebracht...so reagiert man hier auf den Kunden. Toll..) und gerade tönt Manfred Krug oder Entombed oder Kinderzimmer Productions an mein Ohr, weiss nicht mehr so genau. Gedankenverloren starre ich auf den Boden vor mir. Wir nähern uns der nächsten Station, Karl - Preis - Platz. Störgeräusche dringen an mein Ohr (es KANN also sicher nicht Entombed gelaufen sein). Aha. Ein kleiner, dicker, rothaariger und wie könnte es infolge dessen anders sein, sommerbesprosster Junge so um die 10 Jahre wartet auf die Station und hört laut einem mp3 auf seinem Handy zu. Ja, diese Jugend, denke ich und starre auf meinen alten Starrplatz zurück. Der Zug hält. Die Menschen steigen aus. Ich stehe wieder alleine an meinem Platz. Die Tür ist noch offen, es steigt niemand mehr ein. Da fällt mir auf, das der Junge vor der Tür steht. Will er jetzt rein oder was...? Ich sehe ihn kurz an. Ich glaube er überlegt ob er mitfährt oder hier bleibt. Anders kann ich mir dieses Verhalten nicht erklären. Unsere Blicke treffen sich für einen kurzen Moment. Stille am Bahnhof. Weit entfernt hört man Ennio Morricones Mundharmonika. Dann schliesst sich, wie in Zeitlupe die Tür. Den Körper des Kindes durchfährt plötzlich ein Ruck, als wenn ein Blitz in ihn eingeschlagen hätte. Er stürmt auf die Tür zu. Die Hände vor, als wolle er damit diese schweren Türen aufgestemmt kriegen. Sein Kopf fällt zurück, er wirft ihn mit vollem Schwung nach vorne. Die Tür ist nur noch eine Handbreit offen. Junge, will ich rufen, stürz dich nicht ins Unglück! Nimm die nächste Bahn, das ist es nicht wert! Doch er führte etwas ganz anderes im Schilde: Er warf seinen Kopf auf den letzten Spalt der Tür und...


...rotzte mich an.

Gezielt, nicht spontan. Von langer Hand geplant. Schätzungsweise als Mutprobe oder so. Ich war Baff. Der Zug fuhr ab, der Junge war weg und ich stand in der Bahn mit kleinen weissen Flecken auf meiner ganzen Jacke. Mitleidig sahen mich die anderen, den Gau beobachtenden Fahrgäste an. Es ging alles so schnell, ich musste es erst realisieren. Ich wischte mir die Spucke vom Parka und war einen kurzen Moment ehrlich Sauer und entsetzt über diese jungen Menschen heutzutage. Dann musste ich lächeln. Und dann lachen, denn ich wusste: Ja mein Junge, das war mutig. Das war auch ein 1a Lacher für dich und deine Freunde. Aber wenn ICH nach Hause komme, dann verprügelt mich niemand. Und für die Gewissheit, lass ich mich doch gerne mal anspucken.

Mittwoch, März 15, 2006

Here we go again


Heute Abend ist also die grosse Premiere. Ich werde meine erste Karaokeveranstaltung hosten. Bin ja mal gespannt ob jemand kommt. Die Maxime muss natürlich sein, das wir es hier mit "Karaoke für Coole" zu tun haben. Also ein Ort ohne Cocktail und Satay-Zwang. Wobei es bei uns auch Cocktails gibt. Und Wodkas, wenn man schön gesungen hat (oder heisst es Wodky?).

Ich hab jetzt mal ein bischen Pause gemacht, die letzten Tage, weil ich ja Besuch hatte. Und weil ich irgendwie kaputt war. Ich hab ja am Wochenende 3 Tage hintereinander aufgelegt und Sonntag das Gefühl, ich hätte keinen Kreislauf mehr. Dabei waren die Privee-Eröffnungsabende echt sehr schön. Ein Mädchen aus Ohio wünschte sich vehement Steely Dan, weil sie die Platten immer mit ihrem Vater gehört hat. Als ich dann "Boddhisattva" spielte, kam sie und wünschte sich immer noch S.D. "But it´s already running!", war meine erstaunte Antwort. Ja, aber irgendwas anderes, "Black Jack" oder wie das heisst. Ja, ja, schon klar. War aber nett.

Lustig war ein anderer Typ, der sich Madonna wünschte. Like a virgin. Ok, warum nicht. "I made it through the wilderness...." schallt es aus den schön lauten Boxen. Da steht er wiecer am DJ-Pult. "Hier, 500 Euro wenn du sofort was anderes spielst!", sagt er und wedelt mit einem dicken Schein. "Aber das hier hast du dir doch gewünscht, du Eierkopp!" sage ich erstaunt. "Ah ja.", Schein wieder eingesteckt und peinlich berührt von dannen gezogen. Frage: Bin ich jetzt blöd, weil ich nicht schnell genug reagiert und den Schein genommen habe oder kann ich stolz erhobenen Hauptes selbiges ins Kopfkissen werfen mit der Gewissheit nicht käuflich zu sein?

Gestern habe ich zwei neue grossartige PS2-Spiele bekommen, Review bald hier. "Shadow of the Colossus" und "24 - The game". Wirklich zwei superbe Titel. Und eine Überraschung vom vergangenen Montag gibt es hier an dieser Stelle auch noch in Kürze.

Jetzt überleg ich mir mal, wie der heutige Abend aussehen wird. Wenn ihr in München seid, kommt vorbei! Maximiliamstr. 2, der Hinterhof wo es zum "8 Seasons" geht, aber wenn ihr reinkommt scharf links im Erdgeschoss. Da ist das Privee, da ist wahre Karaoke zu Hause.

Freitag, März 10, 2006

Hauptsache low, es geht nur um die Show.

Bei Rene und seinem Nerdcore und beim Dramaking habe ich "the new blogthing" gesehen. Man nehme die imdb-Liste der 250 besten Filme aller Zeiten und streiche durch was man schon gesehen hat. Das ist natürlich eh das Meiste. Deutlich interessanter finde ich aber, was man von den Worst 100 schon gesehen hat. Deswegen jetzt und hier schonungslose Aufklärung. Soviel lowen Schund habe ich schon gesehen

1. 1.6 Anus Magillicutty (2003) 1,914
2. 1.9 Going Overboard (1989) 1,939
3. 1.9 In the Mix (2005/I) 1,992
4. 1.9 From Justin to Kelly (2003) 9,015
5. 1.9 SuperBabies: Baby Geniuses 2 (2004) 3,766
6. 1.9 Troll 2 (1990) 2,813
7. 1.9 Santa with Muscles (1996) 3,371
8. 1.9 3 Ninjas: High Noon at Mega Mountain (1998) 1,353
9. 2.0 Car 54, Where Are You? (1994) 928
10. 2.0 The Honeymooners (2005) 2,117
11. 2.0 Glitter (2001) 6,710
12. 2.0 Son of the Mask (2005) 3,963
13. 2.1 You Got Served (2004) 8,599
14. 2.1 House of the Dead (2003) 6,984
15. 2.1 Backyard Dogs (2000) 1,545
16. 2.1 Leonard Part 6 (1987) 2,628
17. 2.1 Love in Paris (1997) 782
18. 2.1 Kazaam (1996) 4,556
19. 2.2 Chairman of the Board (1998) 1,030
20. 2.2 BloodRayne (2005) 3,064
21. 2.2 Alone in the Dark (2005) 7,396
22. 2.2 Lawnmower Man 2: Beyond Cyberspace (1996) 2,734
23. 2.3 Baby Geniuses (1999) 4,007
24. 2.3 Gigli (2003) 14,030
25. 2.3 Simon Sez (1999) 1,105
26. 2.3 'Manos': The Hands of Fate (1966) 11,323
27. 2.3 Get Rich or Die Tryin' (2005) 5,461
28. 2.4 Battlefield Earth: A Saga of the Year 3000 (2000) 18,010
29. 2.4 It's Pat (1994) 3,257
30. 2.4 Cool as Ice (1991) 1,649
31. 2.4 Howling II: Stirba - Werewolf Bitch (1985) 918
32. 2.4 Yûgiô: Gekijô-ban (2004) 1,001
33. 2.4 Police Academy: Mission to Moscow (1994) 6,499
34. 2.5 Bolero (1984) 1,620
35. 2.5 Meatballs III: Summer Job (1986) 713
36. 2.5 Hercules in New York (1970) 3,518
37. 2.5 Hobgoblins (1987) 2,563
38. 2.5 The Garbage Pail Kids Movie (1987) 861
39. 2.5 Ed (1996) 872
40. 2.5 Shanghai Surprise (1986) 1,123
41. 2.5 The NeverEnding Story III (1994) 1,174
42. 2.5 Marci X (2003) 1,340
43. 2.5 The Smokers (2000) 1,015
44. 2.6 Jaws: The Revenge (1987) 6,845
45. 2.6 Santa Claus Conquers the Martians (1964) 2,532
46. 2.6 The Return of the Texas Chainsaw Massacre (1994) 3,380
47. 2.6 Teen Wolf Too (1987) 2,746
48. 2.6 Captain America (1991) 1,857
49. 2.6 Out for a Kill (2003) 1,376
50. 2.7 Mannequin: On the Move (1991) 1,544
51. 2.7 Dis - en historie om kjærlighet (1995) 906
52. 2.7 Ringmaster (1998) 1,909
53. 2.7 Underclassman (2005) 748
54. 2.7 Zaat (1975) 812
55. 2.7 The Foreigner (2003) 1,432
56. 2.7 Rollerball (2002) 6,714
57. 2.8 Date Movie (2006) 3,376
58. 2.8 Werewolf (1996) 1,421
59. 2.8 Night Train to Mundo Fine (1966) 1,495
60. 2.8 Merlin's Shop of Mystical Wonders (1996) 1,417
61. 2.8 Madea's Family Reunion (2006) 1,339
62. 2.8 Alien from L.A. (1988) 880
63. 2.8 The Barbaric Beast of Boggy Creek, Part II (1985) 856
64. 2.8 Rhinestone (1984) 1,367
65. 2.8 Monster a-Go Go (1965) 1,396
66. 2.8 The Gospel (2005) 779
67. 2.8 The Beast of Yucca Flats (1961) 1,160
68. 2.8 Eegah (1962) 1,715
69. 2.8 Black Eagle (1988) 896
70. 2.8 King Kong Lives (1986) 974
71. 2.9 The Incredibly Strange Creatures Who Stopped Living and Became Mixed-Up Zombies!!? (1964) 1,176
72. 2.9 Tarzan, the Ape Man (1981) 1,627
73. 2.9 Mr. Nanny (1993) 2,233
74. 2.9 The Wild World of Batwoman (1966) 1,575
75. 2.9 Spice World (1997) 9,797
76. 2.9 Mitchell (1975) 1,622
77. 2.9 Children of the Corn III (1995) 1,052
78. 2.9 Annapolis (2006) 1,175
79. 2.9 Girl in Gold Boots (1969) 1,266
80. 2.9 Can't Stop the Music (1980) 737
81. 2.9 Mac and Me (1988) 1,913
82. 2.9 Crossroads (2002) 10,986
83. 2.9 Mortal Kombat: Annihilation (1997) 7,697
84. 2.9 Nuevos extraterrestres, Los (1983) 1,475
85. 3.0 Big Momma's House 2 (2006) 2,365
86. 3.0 Ator l'invincibile 2 (1984) 1,062
87. 3.0 2001: A Space Travesty (2000) 2,863
88. 3.0 The Skydivers (1963) 1,201
89. 3.0 Turbo: A Power Rangers Movie (1997) 1,827
90. 3.0 Street Fighter (1994) 9,985
91. 3.0 Soultaker (1990) 975
92. 3.0 Police Academy 6: City Under Siege (1989) 5,330
93. 3.0 The Final Sacrifice (1990) 1,100
94. 3.0 Demon Island (2002) 757
95. 3.0 Problem Child 2 (1991) 4,708
96. 3.1 Barb Wire (1996) 6,503
97. 3.1 The Fog (2005) 4,441
98. 3.1 Steel (1997) 2,110
99. 3.1 Cop and ½ (1993) 2,127
100. 3.1 The Mangler (1995) 1,701

27 out of 100, Hopfen und Malz sind also doch noch nicht bei mir verloren.

Mittwoch, März 08, 2006

Film mei Angel Sachse, Film!

Ich hab ja mal eine Zeit lang in Hamburg gewohnt. Und in Hamburg ist immer ein schönes Kurzfilmfestival. Da habe ich dann auch jeden Tag rumgehangen...äh...das war so 2001 glaub ich. Wenn man sich dann so die Zeit um die Ohren schlägt, indem man sich die verschiedenen Programme anguckt, kommt man in den Kinos auch mal ins Gespräch. Das nur vorneweg. Weiter gehts.

In dem Jahr war Schwerpunkt-Thema Benelux, wo verschiedene Kurzfilme aus den sympathischen aber viel zu kleinen Ländern gezeigt wurden. Ich sass also im Sessel und harrte der Dinge die da kommen sollten. Das war alles ganz nett anzusehen, nix besonderes. Dachte wohl auch mein Sesselnachbar, der, ebenso wie ich, eine bequeme Sesselposition suchtein der man auch gut wegnicken konnte. Die einzelnen Filme wurden jeweils anmoderiert von einem ?Veranstalter?, der auf jeden Fall deutlich an der Auswahl der Werke beteiligt war. Nach einem 70er Jahre Film aus Holand, der zeigen sollte wie schön das Land ist mit eindrucksvollen Helikopteraufnahmen, kam die Bombe. Der Moderator war aufgeregt. Er hatte einen Film aus den 70ern bekommen, vom niederländischen Filmmuseum, die einzige Kopie. Er lobte die Einstellungen, die ungewöhnliche Erzählart, ja sogar für den Soundtrack hatte er lobende Worte übrig, man solle da einmal genau drauf achten, das das damals überhaupt möglich gewesen sei! Der Film hiess "Bedsitters" und war von Frans Zwartjes. 70erpsychedelicdrogenavantgardeexperimentalfilmkunstgedöns. Naja, war bei Dali ja immer ganz witzig, gucken wir also mal was die Holländer daraus gemacht haben. Also. Viele Filme werden für Must-Sees gehalten. "Bedsitters" gehört definitiv dazu.....NOT! Hier mein ungefäres Gedankenprotokoll, aus der Erinnerung aufgezeichnet:

2. Minute: Ja, ganz lustig. Lautes Feedbackgegniedel als Soundtrack. Komische Geräusche. Kunstsound. Im Bild ein Mann der Treppen hoch und runter läuft, Türen öffnet und...oh...was macht dennn da die Transe auf dem Klo?

8. Minute: Öhm...jetzt könnte auch mal was anderes passieren...

15. Minute: Boah, ich hab Bock eine zu rauchen...viel verpassen werd ich hier ja anscheinend nicht...

20. Minute: Jetzt sind schon die Hälfte der Leute rausgegangen...und der Typ neben mir ist auch ganz unruhig. Da passiert aber auch gar nix...

23. Minute: Der Moderator sitzt gleich alleine hier drin..Nein, das ist soooo ein Schrott, das halte ich jetztbis zum Ende aus.

29. Minute: Vorbei? Danke! Aber das hätte man doch auf 90 Minuten strecken können, oder?

Ich bin rausgegangen und dachte ich spinne. Also so ein Quatsch. Der Typ der neben mir sass fragte mich nach Feuer. Wir kamen ins Gespräch. Er war Engländer und hatte auch einen Film auf dem Festival laufen. So etwas wie Bedsitters hatte er auch noch nie gesehen. Unglaublich. Und uns war klar: Wir müssen etwas tun. Wir müssen etwas mit Bedsitters machen, sonst würde uns dieser Kunstwust gar nicht mehr loslassen. Und was machen ein Filmemacher und einer der es werden will dann? Na klar, einen Film! Er war ja akkreditiert und besorgte eine Kamera und einen Ort zum aufnehmen. Dann brauchten wir natürlich noch "Bedsittersfootage". "Jungs, eigentlich gerne, aber..." sagte uns der Moderator als wir fragten, ob wir ein bischen was davon abfilmen dürften. Wir also heimlich zum zweiten Mal (!!!) in die Vorführung und von unter der Jacke den Anfang abgefilmt. Dann den Rest gefilmt. Während dem Festival waren auch ein paar Kanadierinnen da, die jeden Tag mehrere Kurzfilme drehten und schnitten und diese Abends im Festivalclub zeigten. Jeder durfte mitmachen, wir also auch. Haben den Film dann bei denen geschnitten. Und das war alles sooooo lustig, das wir beschlossen jetzt jedes Jahr einen Kurzfilm zu drehen. Wir gründeten den "Toy FC" ("The once a Year - Filmmakers Club") mit uns als einzige Mitglieder. Es dauerte etwas bis wir es schafften uns wiederzusehen, aber ausser uns weiss das ja keiner. Aber jetzt: Morgen kommt Anson Hartford zu mir und bleibt einpaar Tage. Er bringt seine Super 8 Kamera mit und ist heiss darauf eine weitere Arthausperle zu drehen, so wie ich. Vielleicht bringe ich ihn auch dazu, mal für euch etwas zu schreiben, wir werden sehen. Lange Rede, kurzer Sinn: Vorhang auf für: "Zwartjes Hills"!! (Ich hoffe, niemand regt sich darüber auf, wenn doch lösche ich das natürlich alles sofort..also den Film)

Edit: Der Film ist gross. 46 MB. Das heisst wenn ihr jetzt "Play" drückt, könnt ihr den Film heute Abend gucken.
Also (zur Not) hier läuft der ganz gut, bei euch auch?




Übrigens: Ich war bei der Aufführung dieses Films beim Festivalclub abends leider nicht mehr zugegen, aber Anson erzählte das der Moderator aus dem Kino den Film nicht so lustig fand wie wir...hihihi...

Sportsgeist


Was ist denn bitte mit euch los? Die Ukulele ist wieder da, was gibt es also noch dazu zu sagen? Warum habt ihr das Gefühl, das etwas fehlt? Das Teil ist zurückgekommen als ich nicht mehr da war. Ich werde aber, extra für euch, nocheinmal detailliert nachfragen. Ich denke aber das es wie folgt gelaufen ist:

Die Bedienung an dem Abend habe ich ja noch gefragt ob sie den Tyen kennen würde. "Nein, den habe ich hier noch nie gesehen. Aber der andere mit dem der da war, den hab ich hier ein paar Mal gesehen." Jetzt konnte ich mich aus den Monologen der totalen Durchschnittlichkeit noch daran erinnern, das "der Andere" der Bruder des Diebes war und er diese Nacht bei ihm Obdach fände. Wer kann es ihm verdenken, niemand will zurück nach Opladen. Die Gitarre war ein kurzer Triumph, wurde dann aber sicher in der Wohnung in eine Ecke gefeuert und vergessen, denn was soll man mit einem Instrument, wenn man keins beherrscht? Tage später fiel sie dem ruhigeren und gewissenhafteren Bruder beim Staubwischen in der Ecke auf. Moment mal, die war doch von dem Abend! Was soll ich mit dem Schrott, den mein kleiner Bruder in meiner Wohnung anschleppt! Das wäre ja nur ein weiterer Staubfänger! Die bring ich schön zurück, sollen doch die Barleute sich darüber ärgern!

End of story. (Wobei, und das möchte ich hier nochmal festhalten...man weiss ja nie...der weisere Bruder sie sicher aus Freundlichkeit retournierte)

Aber wie gesagt, für euch frag ich nochmal nach, kann aber nix versprechen.

Darf ich jetzt wieder zum eigentlichen Thema kommen?
Also, folgendermassen. Ich war nie eine Sportskanone. Ich weiss nicht so recht was zu erst da war: Meine Unsportllichkeit und das daraus resultierende Desinteresse oder erst das Desinteresse und daraus resultierende Unsportlichkeit. Ist auch vollkommen egal, ich gucke gerne Sport aber machen....NÄ. Langweilig.
(Ich bin auch alles andere als ein Adrenalinjunkie...Bungiejumpen? Ja bitte, aber ohne mich. Tauchen? Ich kann nicht mal schwimmen, werf mich ins Wasser und ich tauche automatisch - aber eben leider nicht mehr auf)
Ich kann auch irgendwie verstehen, warum Menschen das gerne machen, was für sie der Reiz ist etc. Dafür habe ich ja nun auch genug von den Leuten getroffen. Für mich war es halt nie was. Ich bin da etwas ungeschickt und hatte schon immer zu viel Respekt vor meinen Knochen. Ist ja nunmal, Gottseidank, auch nicht weiter schlimm.

Bis heute.

Denn heute bin ich auf eine Definition von Sport gestossen, die mir so völlig neu war und ist, das ich sie gerne mit euch teile. Der Hauptverein ist die I.F.O.C.E., hat ihren Hauptsitz in den U.S.A, aber auch Mitglieder in Deutschland, Japan, Thailand, England, Kanada und der Ukraine.

Sicherheit ist für sie, wie in jeder Sportart das oberste Gebot und deswegen ist sie, unter anderem, entschlossen gegen Heim-Training.
Sie ist der Meinung, das man ihren Sport erst ab 18 wirklich ausführen kann und auch dann nur in einer kontrollierten Umgebung, in der auch immer ein Medizinisch-Technischer Assistent bzw. Sanitäter zur Stelle ist. Die I.F.O.C.E. würde niemals einen Wettbewerb in ihren Reihen aufnehmen, der nicht ihren hohen Sicherheitsstandards gerecht wird.

Ihre nächsten Wettbewerbe sind unter anderem in Las Vegas oder Palm Beach, man hat aber auch keine Berührungsängste zum "kleinen Volk" zu gehen, wie zum Beispiel in Stockton, California oder in South Padre Island, Texas.

Ihre Stars heissen Eric "Badlands" Booker oder Joey Chestnut. Im gleichen Atemzug werden aber auch die erfolgreichen Damen genannt wie Sonya Thomas (s.o.) oder Carline LeFevre, denn in diesem Sport werden keine Geschlechter getrennt. Dies sind nur einige der Stars, es gibt eine Menge mehr.

Falls meine Augen mich nicht trüben, steht in ihrem offiziellen Wappen der Spruch "IN PANE VERITAS", im Brot liegt die Wahrheit, und das wundert auch nicht weiter, denn ich spreche die ganze Zeit von der (Achtung, Trommelwirbel und TUSCH:)

"International Federation of Competitive Eating".

Die laufen sogar in Amerika auf ESPN! Das muss man sich mal vorstellen! Ich hab nen neuen Lieblingssport! Und wenn nichts dazwischenkommt, dann sollte es doch möglich sein spätestens bei den U.S.Open 2007 als Zuschauer dabei zu sein. Der Hammer!

Hier ist ihre Seite, und hier die Seite von "Badlands" Booker, der sogar schon zwei HipHop - Alben aufgenommen hat, die nur von Essen im allgemeinen und "Competitive Eating" im speziellen handeln. Checkt in der Storesection unbedingt den Song "Sweet Science of competitive Eating", mit Thomas Dolby Sample! Der absolute Hammer!

Sport macht wieder Sinn.

Dienstag, März 07, 2006

Gesunde Verhätnisse


Klaro, wenn man im Schnee versinkt, viel zu lange auf der eigenen Party bleibt und dann auch noch die Augen mit unsichtbaren Streichhölzern aufhält um zu sehen, wie sich fremde Menschen Aurum-Männer hinterherwerfen, dann kann man schonmal grippig werden. Ist mir zwar nicht so richtig passiert, aber ich habe das Gefühl ich befinde mich seit zwei Tagen in einem gesundheitlichen Schwebezustand. Zwar mehr auf der guten Seite, aber irgendwie ist der Kopf ein wenig zu. Und auch der gute Roman macht sich so seine Gedanken über unser Gesundheitswesen. Dazu muss ich einmal folgendes erklären:
Ich ignoriere Schmerzen. Kleine Zipperlein, na und? Wenn ich verkatert Kopfschmerzen habe, versuche ich diese so lange es irgendwie erträglich ist NICHT mit Aspirin zu bekämpfen. Nur bei einer aufkommenden Grippe handel ich regelmässig prophylaktisch, das heisst wenn ich merke das sie am nächsten Tag ausbrechen will, nehme ich am Abend vorher "Metavirulent". Das ist das wahrscheinlich grösste Wundermittel der Welt. Stündlich 10-20 Tropfen oder so (please, read the Beipackzettel yourself!) und am nächsten Tag ist ales wie weggeblasen. Topfit kann ich mich dann wieder aus dem Bettchen schwingen. Da sag ich doch mal: 1 A mit Sternchen. Nachdem ich das schon ein paar Mal erfolgreich angewendet hatte, las ich erst das es sich dabei um ein homöopathisches Medikament handelt. Und trotzdem ich das nun weiss, funktioniert es immernoch. Also ein Meta-Placebo! Wahrscheinlich ist es auch nur der hohe Alkoholdarin, der einem vermutlich so alles aus dem Körper burnen würde, was da so nicht hingehört, ich weiss es nicht. Aber ich kann es empfehlen. Seit ca. 8 Jahren.

Schön ist auch folgendes: Am Rosenmontag war ich mit meinem Bruder in Köln unterwegs. Nach einer lustigen Party am Zug, einem halbwegs lustigen Essen bei einem Italiener (die ich, glaub ich, dadurch sehr genervt habe, das ich ihnen lautstark JEDES italienische Lied vorsang das mir in den Sinn kam...und das sind einige) und einem sehr lustigen Konzert das mein Bruder und ich den Securitys vor dem Kölner Stadtgarten gaben (Besetzung: 2 Satte und Betrunkene Jecke, eine Ukulele)...

Kurzer Erklärungsausflug: An Weiberfastnacht waren wir den ganzen Tag im Stadtgarten und es war ein wunderschönes Fest. Karneval par excellence. Wir haben lustig gefeiert, auch wenn mein Kostüm als Stehlampe (ich warte noch auf das Foto - wird selbstveständlich nachgereicht) sehr unter der steigenden Enge auf der Tanzfläche litt. Als aber dann der Keller aufgemacht wurde, wurde alles wieder gut - vor allem weil ich eine aufregende, wunderschöne und lustige Fröschin heiss und innig küsste, Platz zum tanzen war, und ich mich selbst von dem Korsett des "Come what may, du musst dein Kostüm anbehalten!" befreite. Und das alles bei freiem Eintritt! Gut, den letzten Tequila hätte ich mir vielleicht schenken sollen, aber das gehört dazu. Montag nach dem Zug dachten wir, gehen wir doch mal wieder in den Stadtgarten. Ich wusste zwar nicht noch einmal das Glück zu haben der Fröschin über den Weg zu laufen, aber vielleicht könnte man dennoch lustig feiern. Allerdings sollte es an diesem Abend 17,50 € Eintritt kosten! Hallo!?! Wir haben dann die Ukulele ausgepackt und ein Lied gefreestylet über "Bonzenkarneval". Das haben die Türsteher auch länger ausgehalten als man meinen mag, aber dann kam ihr Chef zu uns und sagte: "So, Konzert ist jetzt vorbei. Würdet ihr jetzt bitte gehen..Isch darf euch hier des Platzes verweisen, da habe isch das Rescht zu! Geht woanders nerven!" Erklärungsausflug over.

...kehrten wir noch in eine Kneipe ein, in der ich zu Kölner Zeiten aufzulegen pflegte. Da war nix, bis auffällig wenig los. Wir setzten uns an die Theke, wollten noch ein Bierchen schnabulieren und uns dann auf den Weg nach Hause machen. Stante pede wurden wir von einem Typen zugeschwallt. Er wär eh der coolste und Beste und überhaupt, wer seien wir denn, wo wären wir denn geboren, er kann uns gar nicht ernst nehmen bla bla bla. Er käme aus Leverkusen - Opladen und da sei er auch stolz drauf, kurzum: Die Scheisselaberei nahm kein Ende. Wir gingen hier und da mal drauf ein, bestätigtem ihm das er ein Würstchen sei und versuchten krampfhaft uns uns selbst zu widmen. Mein Bruder stimmte sein Instrument, weil wir dachten es wäre mal wieder an der Zeit, die "Kayjass Numero Null" zu singen. "Lass mich auch mal!", sagte Mr. Opladen 2005 und zeigte auf die Ukulele. Was kann der schon falsch machen, war unser Gedanke und gaben ihm das Instrument. Jetzt ging alles sehr schnell. Denn er rannte einfach aus dem Laden raus. Ich hinterher, aber zu spät. Abgehauen. Mit dem Teil! Wichser. Das Freigetränk auf Kosten des Hauses hat unserer Stimmung auch nicht mehr aufgeholfen. Wir waren Sauer. Was für ein Wichser! Nummer in der Kneipe hinterlassen, wenn man ihn kennen würde oder jemand der ihn kennt, bitte anrufen. Geknickt nach Hause. Super. Was für ein Abend. Die nächsten Tage verbrachte ich eigentlich hauptsächlich damit mir zu überlegen, wie man Opladen dem Erdboden gleich machen könnte. Grrrrrrrr!

Und gestern die Mail von meinem Bruder: "Übrigens: Die Ukulele ist wieder da!"

Gerade nochmal so davongekommen Bayer-Standort!

Montag, März 06, 2006

Cute



Sind sie nicht süss? Irgendwie gibts heute nur so kurze Spassposts. Vielleicht sollte ich mir einen Namen überlegen wie "Fun - Montag"...oder..."Spökiday"...oder..."Mongag". Vielleicht sollte ich solche Gedanken aber auch nicht aufschreiben, sondern im Keim ersticken wenn sie mir kommen. Das wohl eher. "Wo bist duhuhuhuuuuu mein Sooooohoooonnenlischt..."

[via]

10. Jahrestag

Von Fedi, Peta und Nilz und einer aufregenden Nacht in Barcelona. Aber das es dafür jetzt schon Wegweiser in Spanien Portugal gibt, halte ich dann doch für etwas übertrieben...



(Bitte den Betreiber dieses Blogs die nächsten 10 Minuten nicht ansprechen, denn er muss sich den Bauch halten vor lachen..)

[via]

Sonntag, März 05, 2006

Wood-Stock

Grrrrr...ich will kein Stöckchen mehr und weigere mich weitere davon hier zu beantworten. Nur dieses eine noch, das mir Nomak an meinen Astralkopf geworfen hat. Gibt es eigentlich einen Astralkopf? Körper ist ja klar, aber Kopf? Wie sieht der dann aus? Sixpack auf der Stirn? Yeah, klingonian Style!

Jetzt mal ohne Ernst, um ein Musikstöckchen kümmer ich mich gerne. Let´s go.

1. Ein Track aus deiner frühesten Kindheit:
"Billie Jean" Michael Jackson

2. Ein Track, den du mit deiner ersten grossen Liebe assoziierst:
"Ich lieb sie" Grauzone

3. Ein Track der dich an einen Urlaub erinnert:
"Vamos a la Playa" Righeira

4. Ein Track, von dem du in der Öffentlichkeit nicht so gerne zugeben möchtest, das du ihn eigentlich ganz gerne magst:
"Seasons of Love" Rent - Cast

5. Ein Track der dich - geplagt von Liebeskummer - begleitet hat:
Man könnte das für albern oder für eitel oder im schlimmsten Fall für beides zusammen halten, aber es ist "Ich kann dich nicht hassen" von: mir.

6. Ein Track den du in deinem Leben vermutlich am häufigsten gehört hast:
"Smells like Teen spirit" Nirvana

7. Ein Track der dein liebstes Instrumental ist:
"Duelling Banjos" aus "Deliverance" ("Beim sterben ist jeder der Erste")

8. Ein Track der eine deiner liebsten Bands repräsentiert:
"Bye Bye Baby" OK Go

9. Ein Track in dem du dich selbst wiederfindest oder in dem du dich auf eine gewisse Art und Weise verstanden fühlst:
"Sie ist weg" Die fantastischen Vier

10. Ein Track der dich an eine spezielle Begebenheit erinnert (und welche das ist):
Ein Track, dessen Name ich nicht mehr weiss, vom ersten Adolf Noise - Album "Wunden siehe Beine, offen". Da ist ein Loop von so einer christlichen CD oder so, wo immer gesungen wird: "La di dei, di do, di du, di da..." Diesen Loop habe ich meiner Tochter immer vorgesungen, als sie geboren war und ich sie nach dem Stillen in der Nacht wieder beruhigen musste um sie wieder ins Bett zu legen. Dabei habe ich sie gehalten und gewogen, die Junkies vor der Fixerstube auf der anderen Strassenseite beobachtet und Mantra-ähnlich diesen Loop gesungen.

11. Ein Track bei dem du am besten entspannen kannst:
Das ganze "Oh, Good Grief!" Album von Vince Guaraldi

12. Ein Track der für eine richtig gute Zeit in deinem Leben steht:
"Back for good" Take that

13. Ein Track, der momentan dein Lieblingssong ist:
"Stift her" Beginner

14. Ein Track den du deinem besten Freund widmen würdest:
"Für immer" Hausmarke

15. Ein Track bei dem du das Gefühl hast, das ihn ausser dir niemand gerne hört:
"Dragostea din tei" O-Zone

16. Ein Track den du vor allem auf Grund seiner Lyrics magst:
"Wahre Liebe" Virginia Jetzt

17. Ein Track der weder Deutsch noch Englischsprachig ist und der dir sehr gefällt:
"Io Vagabondo" I Nomadi

18. Zwei Tracks bei denen du dich bestens abreagieren kannst:
"Business" Biohazard, "Sabotage" Beastie Boys (und natürlich das komplette "Vulgar Display of Power" - Album von Pantera)

19. Ein Track der auf deiner Beerdigung gespielt werden sollte:
"Wunschfrei" Klee

20. Ein Track den du zu den besten aller Zeiten rechnen würdest:
"She´s leaving home" Beatles

Puh, geschafft. Soll ich jetzt weiterwerfen? Dann würde ich mich freuen, wenn Herr Kraus, Malcolm und Roman sich mit dem Ästchen abrackern. Ich würde mich wundern, wenn auch nur einer dieses Triumvirats das auch tatsächlich machen würde.
In Zukunft bitte keine Stöckchen mehr. Ausser es geht um Filme oder Videospiele oder Essen oder....

Unter DIESEN Umständen...

...käme ich wohl mit einer Kinoversion mehr als klar...

Samstag, März 04, 2006

Ein As für Cla.


Es ist an der Zeit, versäumtes nachzuholen. Der liebe, gute Claas ist der wahrscheinlich grösste Held der jüngeren Bloghistorie. War er doch so nett und selbstlos mich hier zu vertreten während ich in der Weltgeschichte rumgondelte. Für diesen Feldversuch kassiere ich auch gerne einen Diss, denn ich finde das Experiment ist mehr als gelungen.

Moment. In diesem Augenblick fällt mir eine lustige Geschichte ein. Freunde von mir hatten Bekannte zu Besuch. In Köln. Die Bekannten erkundeten die Stadt auf eigene Faust und kamen Abends begeistert zurück zu ihren Gastgebern. Es wäre ja so eine tolle Stadt, siehätten so viele tolle Läden gesehen.. Aber einer hätte es ihnen besonders angetan. "Scho Schelonsch" sagten sie im astreinen französisch (wenn auch meine Lautschrift an dieser Stelle äusserst dürftig ist). "Bitte was?", fragten meine Freunde. Gerne wurde der Name wiederholt. "Scho Schelonsch. So ein toller bunter Laden mit Kostümen und so. Der war in der Nähe vom Rudolfplatz oder wie der heisst." Was für ein herrliches Gelächter, als meine Freunde endlich darauf kamen, was die Kölnentdecker meinten. Nämlich das hier. Ich denke das wird sich auch einem Nichtkölschen schnell erschliessen, was gemeint ist. Wenn nicht kann ich gerne in den Comments übersetzen. Oder wir machen einen Wettbewerb! Nein, keine Angst, kleiner Scherz.

Auf jeden Fall möchte ich Claas a.k.a. Dr. Jonezzzzz, dem Mann ohne den die Apfelschorlenindustrie äusserst rapide den berühmten Bach runtergehen würde, aufs herzlichste danken, das er den Weltfireden am laufen gelassen hat.

Da fällt mir ein, ich war gerade eben bei Mc D und da kam die Managerin oder so aus ihrer Bürotür raus und zapfte sich ein Getränk. Lift Apfelschorle. Aber sie hat ihren Becher nicht voll gemacht. Nein, sie füllte die Hälfte mit Apfelsaftschorle und in den Rest des Bechers kam: WASSER! Was ist denn das? Eine Schorle-Schorle? Wie bescheuert ist das denn?

Was ich aber die ganze Zeit versuche zu sagen ist: Ihr seid ja sicher alle gespannt wie es jetzt mit Claas´Wettbewerb weitergeht, der BLOGINALE. Nun, natürlich geht sie auf seinem Blog weiter, dort kann man einreichen und wenn der feine Herr Filmstudent sich danach fühlt, werden die Preisträger geteert, gefedert und aus der Stadt gejagt gekrönt. Also, ich kann es nicht oft genug sagen, dieser Mann gehört aufs feisteste unterstützt, deswegen strengt euch mal ein bischen an.

Wer ebenso traurig ist wie ich, das Turin vorbei ist, dem kann geholfen werden. Hier kann man nämlich dem König bei seiner äusserst investigativen Hinter-den-Kulissen-Reportage von den olympischen Winterspielen zugucken. Und das macht einen Heidenspass. Unbedingt alle Filmchen gucken!

Eine letzte Geschichte zum nachdenken am Wochenende: Ich stand neulich an der Ampel und wartete auf Grün. Darauf sprang sie dann auch und ein Losgehimpuls durchzuckte meinen Körper. Im nächsten Augenblick sprang sie aber wieder auf Rot. Jetzt habe ich das Gefühl zu diesem superspeziellen Moment an der Ampel gestanden zu haben, als sie umgestellt wurde. Dafür krieg ich zwar nix, aber es gibt mir ein gutes Gefühl. So ein "Ich war dabei.". Wollte ich nur mal loswerden.

So. Feierabend! Austrinken und hier hin gehen!

Freitag, März 03, 2006

Stangenfieber


Kaum wieder da, schon wieder in full effect. Um meine Rückkehr nach München zu zelebrieren, ging ich gestern mit Roman aus. Die Leute die wir in einer Bar trafen (und mit denen wir auch quasi verabredet waren) wollten dann noch un-be-dingt in den Table Dance. Naja, wieso nicht, war ich ja lang nicht mehr. Good clean fun

Wir also alle zusammen in Münchens bekanntesten Table Dance. Die Tänzerinnen waren ok bis so lala. Der einzige männliche Tänzer hatte einen weiblichen Fan, der ihm den Abend nicht mehr von der Seite wich (und die, ganz offensichtlich, alles andere als "sein Style" war). Nix besondere also. Dennoch hat der Abend mich an zwei Sachen erinnert:

1. Ich war mal in San Francisco unterwegs um da fürs DSF zu drehen. Wir sind dann eines Mittags auf Erkundungstour gegangen. Natürlich erstmal durch Chinatown (wo ich mir blind eine chinesische CD kaufte, die so einen Hammersong hat...muss ich vielleicht mal posten..), muss man ja gesehen haben. Wenn man durchs Asiaviertel durch ist, kommt man nach Little Italy. Wir hatten bereits gegessen, es war mittags gegen 14 Uhr, was macht man also? Man geht natürlich in den Laden dessen Eingangstür "Komm rein!" ruft und der auf den sang und klangvollen Namen "Al Capone" hört. Nun ist es in der Tat etwas merkwürdig mittags um 2 nüchtern in Frisco in einen Stripschuppen zu gehen. Aber es lohnt sich. Wir kamen in eine Halle, ca. acht Meter Deckenhöhe. Darin einige Sofas (ähnlich angeordnet wie so Esszimmersitzecken im Gelsenkirchener Barock) und vor jeder dieser Sofaecken eine Stange bis zur Decke. Ja. Acht Meter hohe Stangen. Eine junge Asiatin kam zu unserer Stange (Commentkalauervermeidungsnotiz: Ja, unserer nicht unseren.). Körperlich wurde da wohl etwas nachgeholfen, sah aber trotzdem Spitze aus. Sie tanzte ein bischen, sehr nett anzusehen. Aber dann holte sie zum Final Punch aus. Sie kletterte die Stange bis zur Decke (Reminder: 8 Meter!)und schon das reine Hochklettern sah grazil und sexy aus. Oben angekommen schwang sie die Beine über Kreuz um die Stange, warf den Oberkörper nach hinten und drehte sich gaaaaanz langsam Spiralförmig hinab. Haben wir vorher noch rumgealbert so sah man uns jetzt mit weit offenden Kinnladen und aus dem Kopf tretenden Augen in ehrfürchtigem Schweigen verharren. Irgendwie war danach nichts mehr wie vorher.

2. In dem Münchner Table dance war ich auch einmal mit einem Iren den ich in einer Hotelbar kennenlernte. Ich glaube der magischste Ort der Welt sind Hotelbars. Irgendwie lernen sich da komische Leute kennen, irgendwie haben Abende an solchen Theken etwas magisches. Irgendwie ist da Zeit und Raum aufgehoben. Irgendwie treffen sich da gestrandete Leute, die nicht alleine sein wollen. Irgendwie wird da alles egal. Man weiss: Mir kann nichts passieren, denn de facto schlafe ich über dieser Bar! Ich muss nirgendwo mehr hin. Wenn ich jemals eine eigene Bar aufmachen würde, was - das kann ich mit nahezu 200 prozentiger Sicherheit sagen - nie passieren wird, dann würde ich sie im Stil Look einer Hotelbar machen. Denn da ist alles zu Hause.

Aber eine Hotelbar mit acht Meter hohen Stangen sähe irgendwie auch scheisse aus, oder?

Donnerstag, März 02, 2006

Er....

Mittwoch, März 01, 2006

Bananenrepublik


Es ist Mittwoch, ich sitze an meinem Rechner und schreibe eine Ideensammlung für meinen Film03, die u.a. mit Anekdoten
zu tun hat. Und dabei muss ich immer an die eine Anekdote denken, welche bestimmt auch einen absurden Kurzfilm abgeben würde.

Es ist Sommer 2003 in Hamburg. Ein langweiliger Arbeitstag und zu gerne würde am draußen die Hitze am Elbstrand genießen.
Doch an diesem 19.August sollte ein bedeutendes Großereignis Hamburg erschüttern - der Rauswurf von Ronald Barnabas Schill,
seines Zeichens Hamburger Innensenator. Für die, die es nicht wissen, Schill war vor seinem Senator Posten als "Richter Gnadenlos"
bekannt, verhang schon mal 1,5 Jahre ohne Bewährung auf einen einfachen Fahrraddiebstahl und räumte 11 Tage nach
dem 11.September bei der Hamburger Bürgerschaftswahl mit 20% für seine neue rechtspopulistische Partei ab. Gutes
Timing für Barnabas, da er Hamburg verspach die Kriminalität in 100 zu halbieren und die Stadt sicherer zu machen. Tja...
Nach 100 Tagen ist die Verbrechensrate angestiegen, Hunderschaften neuer Polizeibeamter wurden eingestellt, die Motorradpolizei
aus Imagegründen auf Harley-Davidsons umgesattelt, Polizeiautos und Uniformen wurden bis heute in schickes NewYork-Cops-Blau
umgestellt, jeder sollte das Recht haben eine Waffe bei sich zu tragen, Jugendeinrichtungen wurden als Hort des Verbrechens
geschlossen und auf Demos wollte Schill doch gerne exakt das Nervengas einsetzen mit dem in Moskau zuvor das Musicaltheater
von Terroristen befreit wurde - mit unzähligen unschuldigen Toten.

Tja - aber als er am 19.August 2003 dem Bürgermeister damit drohte seine (des Bürgermeisters) Homosexualität bekannt
zu machen und dass er den Justizminister pimpere, da war er fix entlassen und auf der Pressekonferenz konnte man verwirrt
Barnabas Ausführungen lauschen, wie er denn "verdächtige" Geräusche aus der Wohnung des Justizfreundes von von Beust gehört habe.

Hamburg atmete auf und auf dem Kiez und in der Schanze, dem sagen wir mal, sehr liberalen Szeneviertel Hamburger,
wurde auf der Straße gefeiert. Hamburg war befreit und mein Kumpel Stefan und ich fuhren in meinem Auto gen dem Straßenfest.
Wir fuhren offenen Fensters durchs schicke Viertel Winterhude und hörten Run DMC, als plötzlich unser Atem stockte.
Wir standen an einer Ampel und neben uns stieg aus einem parkenden Auto der Barnabas aus... Spontan gröhltem wir ihm zu und
ernteten einen irritierten Blick und etwas, das wir als gequälten Winker interpretierten. Lachend und perplex
beobachtetetn wir ihn ins italienische Hip-Restaurant "La Bruschetta" wackeln. Ampel grün, Tritt aufs Gas.

An diesem Tag Schill zu sehen war schon was besonders - mein liberales Herz schlug höher - aber mein kapitalistisches noch
weit aus höher, denn mit dieser Info könnte man sicherlich dick Geld verdienen. Ich war einmal Zeuge eines Fotos von
Michel Friedmann - der in Deutschland aufgrund seine Kokain-Affaire gesucht wurde. Und plötzlich saß er da in diesem exklusiven
Restaurant in Venedig auf der Terrasse, wo ich und mein Kollege auch saßen. Kollege zückte die DigiCam, knippste ein
verwaschenes Foto aus der Entfernung - das man später als "Friedmann weinte bitterlich" interpretierte - und machte
1,5 Wochen später eine sehr hoch 5-stellige Summe daraus. Aus diesem einen doofen Foto. Allein die BILD zahlte sich für
das Titelfoto dumm und dämlich.

Und so ein Titelseiten-würdiges Foto von Barnabas und seinen dubiosen Gästen in einem Restaurant, an dem Tag, wo ihn
jeder suchte... Da Potential hatten wir an der Hand. Stefan und ich wollten fett absahnen. Also - ab zum Axel-Springer Verlagshaus
- BILD-Zeitung here we come, zückt schon mal Eurer Scheckbuch und die Kiste Schampus, die es auch für das Friedmann-Foto gab.

Stefan und ich also da rein, durch die 3(!!!) Sicherheitsschleusen durch direkt in die Bildredaktion. "Sucht ihr Schill?"
"Ja! Sehr!!" "Wir wissen wo er ist und denken, dass Euch die Info doch sicherlich viel wert ist." "Ja unbedingt!" "Also?"
"Also, wo ist er?" "Im La Bruschetta" "Alles klar, wir kären das, rufen Euch an und machen alles weiter aus. Danke!"

Wie dumm kann man sein, bitte schön?!?! Ziemlich!! Das fiel uns auch ein, nachdem der erste Flash dieser Aktion vorbei war.
Wir haben denen gerade die beste Info des Tages gegeben und fuhren mit NIX wieder weg. Wir waren dümmer als Dumbo und
somit drückt ich aufs Gas - ab nach Winterhude um das Foto selbst zu machen. Als wir gerade einparkten klingelte das Telefon.
"Hallo, so uns so von der Bild. Danke für die Info, unser Fotograf ist unterwegs. Als Dankeschön schicke wir Euch Beiden
die Ausgabe von morgen mit dem Foto drinnen frei Haus."

...

WAS??!?!?! Ne Zeitung umsonst? Ich regte mich am Telefon auf, erzählte ihr von meinem Wissen, über die Tarife, die die
Bild für Titelseitenfotos zahlte... Aber es half nichts. Dann drohte ich damit die MoPo (Hamburger Morgenpost - größster
Bild Konkurrent) anzurufen und da wurde sie dann nervös. "Nein, bitte nicht. Das könnt ihr nicht machen!" "Machen wir aber!".
Immerhin haben wir dann noch je 50EUR rausschlagen können, hatten aber einen besseren Plan: WIR machen schnell das
Foto, verschrecken ihn gleichzeitig dadurch, dass er sich verzieht und niemand anderes das Foto machen kann und verzocken
es an die MoPo. Okay, spitzen Plan. Could work.

Aaaaber wir hatten nur ein Handy zur Hand. Also spielten Stefan und ich die Rolle der "vorbeischlendernden Passanten" und
wollten unbemerkt im Vorgeigehen das Foto machen. Natürlich wurde daraus nix - nur verwischte Streifen, denn die Kamera
machte höchstens ein scharfes Foto wenn man direkt in eine Lampe fotografierte. Und dabei vielen wir auch noch so sehr auf,
dass die Gesellschaft den Tisch wechselte. Schritt zwei des Plans hatte also funktioniert, nur leider ohne Schritt
eins - das MillonenDollar-Foto.

Also - schnell in unsere WG um die Ecke, die DigiCam holen. Wieder am Restaurant, Bildfotograf noch nicht da - gut!
DigiCam raus - Akku leer - FUCK! Ab ins Auto auf zu Joscha, Akkus holen. Von Joscha ausgelacht werden, selbst denken -
Gott wie dumm ist das alles - ab zum Restaurant.

Wieder da, ist natülich alles vorbei. Zwei Schill-Bodyguards schirmten den Laden ab, aus dem nun bereit stehenden BILD-Fotografen,
der zwei Kameras und fünf Objektive zur Hand hatte, wurden drei weitere von anderen Zeitungen. Stefan und ich standen
dumm da, mit unserer kleinen DigiCam, guckten uns an und lachen uns tot... Mehr kann man nicht verkacken.

Aber wir standen da drüber, sahen die Fotos von Schill beim Verlassen des Lokals am nächsten Tag in allen großen Zeitungen,
dachten kurz an die Summe, die uns durch die Lappen ging - und gingen von unseren großzügigen 50-BILD-EURO lecker essen.
Allerdings nicht im "La Bruschetta", sondern beim BurgerKing, und setzten uns deren Pappkronen auf.

Und der Schill? Wahrscheinlich hat er seine Drohung von der 2002er Bundestagswahl wahr gemacht - bei politischer und
persönlicher Niederlage in eine, Zitat: "Bananenrepublik auszuwandern und da mein Glück zu versuchen."

Der Barnabas ward nie wieder gesehen...