Mittwoch, Februar 01, 2006

Kampmann Tuning


Gestern Abend "Goldene Zeiten" gesehen. Soll ich jetzt ein Review schreiben? Ich finde es relativ schwer über Filme zu schreiben, obwohl mir das auch mal eine Zeit lang sehr leicht gefallen ist... Also, ich war da gestern Abend in der Spätvorstellung um 23 Uhr. Da wusste ich allerdings noch nicht, daß der Film über 2 Stunden dauert..Geht es euch eigentlich auch so, daß ihr in letzter Zeit immer öfter den Satz "Ja, der war zu lang.." hört, wennn es um irgendwelche Filme geht? Die durchschnittliche Laufzeit hat sich ja auch um ca. 10 Minuten erhöht (von 90 Minuten auf 100) aber die 10 Minütchen könnens ja wohl kaum sein, oder? Klar, es sind in den letzten Jahren auch mehrere längere Filme gemacht worden, aber, wie der liebe Ulmi und ich immer sagen: "Wenn es unterhält, dann ist es Unterhaltung.". Boogie Nights ist auch superlang, kommt einem aber nicht so vor. Woher kommt also diese En-Vogue-Meinung, das Filme besser würden, wenn sie kürzer wären? Ich glaube das die paar Extrembeispiele diese Meinung zum Beispiel sehr breitgetreten haben. King Kong. 3 Stunden. Hallo? Ich habe auch noch ein Leben! Titanic. 3 Stunden. Hallo? Ich habe auch noch ein sehr schönes Leben! Oder der hier. 3 Stunden. Hallo? Ich habe auch noch ein sehr schönes Leben und sowieso nie Pinsel am Start! Die Gefahr eines langen Films ist natürlich die Länge. Und zwar die inhaltliche. Die kann man aber "Goldene Zeiten" nicht vorwerfen. Ziemlich elegant hat Peter Thorwart es hier sogar geschafft, mal so mir nichts, dir nichts das Genre mitten im Film zu wechseln, ohne das es einen sehr sichtbaren Bruch gegeben hätte. Die Ruhrpott-Reiche-Leute-Komödie wird zu einem Thriller (und kommt ebenso unvermittelt wieder zurück zur Komödie) und ist damit die ideale Visitenkarte um sich als Regisseur für die nächsten Tatorte zu bewerben. Ich weiss jetzt gar nicht was ich inhaltlich von dem Film erzählen soll, denn je weniger man weiss, umso grösser ist der Spass. Also, guckt euch den mal an. (Ich gebe zu, das ihr hier gerade ein ziemlich unprofesionell geschriebenes Review gelesen habt, aber...ja was eigentlich aber?)

13 Comments:

Blogger fishcat said...

Ähm ja. In der Tat viel erzählt und wenig (zum angekündigten Thema) gesagt, Herr nilzenburger. Neugierig bin ich jetzt aber trotzdem. Oder gerade deswegen? :)

11:04 nachm.  
Blogger Kerstin said...

"die ideale Visitenkarte um sich als Regisseur für die nächsten Tatorte zu bewerben" - insofern hat mich Deine Sicht der Dinge doch etwas bereichert.
Ich hatte nach dem Film eine gewisse Dualität in mir >>> http://sealounge.blogspot.com/2006/01/goldene-zeiten.html

11:18 nachm.  
Blogger erdnuckel said...

Seeehr geil!!!! Ich dachte auch grad so...wie ein echter Regisseur! Viel drum rum labern und der Höhepunkt dauert dann ca. 4 Sätze ;)))

Bob Ross....zu geil!

Sehr nett geschrieben :)
Das is wie mit den Filmen, Nils! Wenn du viel zu lachen hast und schöne Sachen siehst, ist das inhaltliche eigentlich gar nicht mehr so wichtig....
*dolchwiederrauszieh*
;)))

1:29 vorm.  
Anonymous Malcolm said...

Nein, genau so sollten Reviews sein! Endlkich weiß ich mal vorher nicht was nachher passiert!

9:04 vorm.  
Anonymous Nomak said...

LOL...was hat Dich denn so durcheinander gebracht? ;-)

Ach, übrigens, Du wolltest doch Druck:
1. Was ist mit Deinem Blogdesign
2. Wie lange brauchst Du noch für das Drehbuch?

(Wirkt es ein bisschen...?)

9:49 vorm.  
Blogger Dr Sno* said...

Wie? Was? Der Typ will Druck???

Putensahneschnitzelsong... oder war's Zwiebelsahne? Mann, das ist schon so lang her dass ich es fast vergessen hätte...

10:47 vorm.  
Anonymous mS said...

Ach der Bob - ich steh immer fasziniert im Bastelladen rum und bestaune diesen lockigen Typen! Soweit bringen werd ich es nie...

Aber wie war jetzt der Film?

11:21 vorm.  
Anonymous Malcolm said...

>>Was ist mit Deinem Blogdesign

Eye said it before!


Wollte ich schon immer mal in irgendwelche Kommenatre schreiben, ohne als Werbeschlampe zu gelten!

11:26 vorm.  
Blogger r0ssi said...

hmmm also ist das jetzt so ne art bangboombang-melange mit dem benny beimer? und die ist gut? ich gebe zu, ich bin skeptisch. aber auch neugierig. kryptische rezensionen rulen, besser als im spiegel, wo grundsätzlich das ende verraten wird.

zu längen: ist schwierig, früher war ich zu ungeduldig für sergio-leone-filme mit ihrem minutenlangen wortlosen einstellungen, heute liebe ich den scheiß. aber der konnte auch noch filme machen. wenn mir heute die extended-version des letzten viertklassigen sci-fi-streifens präsentiert wird, dann nein danke. die verdorbene wurst schmeckt länger auch nicht besser.

11:43 vorm.  
Anonymous nizzo said...

im bin im zwiespalt! tatort, trinken, rauchen, bootfahren oder doch einfach den kopf in den sand stecken? ich schipper mal weiter und pflanz einfach einen baum! nee, ich geh morgen ins kino und vetraue deiner meinung. wenn ich sie den richtig verstanden (???) habe!

die länge eines films ist für mich eines der wenigen kriterien, die keinen einfluss auf die wahl des abendprogramms haben. wenn langeweile aufkommt, dann hat jeder film verloren!

3:12 nachm.  
Anonymous Anonym said...

moin ausm norden,

habe mir mal deine berichte zu den filmen durchgelesen. hahaha. da müssen wir aber noch einmal diskutieren

silli

3:45 nachm.  
Anonymous mcwinkel said...

Och, ich fand´s eigentlich ganz interessant.

habe hier übrigens etwas für Dich zurückgelegt! :)

3:50 nachm.  
Anonymous tierpfleger said...

Da bin ich ja mal gespannt. Tatort-Bewerbung klingt nicht besonders nett.

9:44 nachm.  

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