Freitag, Februar 03, 2006

Gebt mir ein A! Gebt mir ein L! Gebt mir zwei A! Gebt mir ein F!

Nachdem die Diskussion um das wie und das nun mittlerweile auch meine Comments erreicht hat, hier the first little Karnevals-Post of the Year.
Ich befürchte das es Ende Februar noch deutlich mehr davon geben wird, wenn ich denn dazu kommen werde zu bloggen. Mit nem leckeren Kölsch in der Hand.

Vielleicht mal ein Anekdötchen aus vergangenen Jahren. Das schönste am Karneval in Köln ist ja, das man in Kneipen gehen kann, in die man sich sonst das ganze Jahr nicht traut. Ich war mal mit Kumpels an Weiberfastnacht auf meiner geliebten Friesenstrasse unterwegs (über die habe ich sogar mal einen wunderschönen Song gemacht!), und wir sind dann irgendwann am Nachmittag in eine Lesbenkneipe namens Rainbow oder so was eingefallen.

- Kurzer Erinnerungszwischenlink: Als ich in Hamburg gelebt habe, war ich ja direkt auf der Schanze, schräg gegenüber von der "Roten Flora", da habe ich gewohnt, 2001. Und um die Ecke gab es einen Laden namens "Frauencafe" oder so ähnlich. Da habe ich einmal gesehen, wie ein ganz normaler Typ ängstlich aus dem Laden gestürmt kam und ihm noch so Sachen hinterhergerufen wurden wie "Chauvi-Schwein!" oder "Arschloch!". Er sah verängstigt aus und ich fragte was denn los gewesen sei. Er sah mich irritiert an und sagte "Weiss ich auch nicht, ich habe nur nach dem Weg gefragt!"

- Erinnerungszwischenlink zum letzten Zwischenlink: Eine befreundete Kölner Lesbe war einmal eingeladen einer Fraueninitiative in Bochum oder so beim aufbauen einer Veranstaltung zu helfen. Gut gelaunt kam sie an. "Hallo", flötete sie, als sie streng begrüsst wurde und auf ihre Tasche gedeutet wurde. "Was ist denn das?", fragte man frau sie, und sie sagte "Das? Mein Rucksack!?!" Sofort wurde sie angefahren: "NEIN! Das ist deine Ruckbeutelin!" Ich weiss, ihr galub tmir nicht, aber die meinten das ernst...

Ende der Zwischenlinks.
Ein paar Kölsch mit allen Anwesenden später tanzten wir bereits die lustigste Polonaise über die Friesenstrasse die man sich vorstellen kann. Eine bunte Truppe aus verkleideten, betrunkenen Asis und dazwischen immer eine fülligere Lederlesbe. Grossartig! Auf jeden Fall freue ich mich schon wie Sau, und ich werde die Tage einfach mal den ein oder anderen Song posten (naja, belassen wir es erstmal bei einem...ich weiss ja wie ich bin) um euch das Karnevalsfeeling näher zu bringen.

Jetzt hab ich ne ganz andere Geschichte erzählt, als ich wollte, ist aber gut, hab ich noch was fürs nächste Mal. Und Mainstreamanpassungskritiken überhöre ich ganz latent.

14 Comments:

Anonymous ms said...

puh - karnevall, fasching, whatever - i hate it! hab ich nix für über - nix, aber auch gar nix! noch nicht mal so ein bisschen, das einzigste, was an rosenmontag gut ist, ist, das man frei hat - sonst nix! ausschlafen, mit dvds eindecken (weil man ja nicht rausgehen kann und im tv laufen auch nur rosenmontags:helau:alaf:büttenreden die nicht lustig sind) und chillen, chillen, chillen... saufen kann ich auch so mal zwischendurch...

9:26 nachm.  
Anonymous Julia said...

Ich empfehle Omma Kleinschmidt (hm, hieß der Laden auch so?)! Da ist sonst auch nix los...aber Rosenmontag...Hölle ;)! Naja, ich fand das damals ganz nett, ist aber Geschmackssache!

9:43 nachm.  
Blogger romanlibbertz said...

whats the word lssmpf!!!

10:41 nachm.  
Anonymous Julia said...

Korrektur: Die hieß "Omma Kleinmann"!

8:42 vorm.  
Blogger Kerstin said...

ich stelle mit befremden fest, dass in berlin - was bisher nahezu karnevalfreie zone war - inzwischen auch straßenumzüge durch die city stattfinden... dazu straßen gesperrt werden. da haben die bonner uns schon was an geschleppt. wo kommen wir denn da hin ;-))
bin ich froh, dass ich hier im nördliichen zonenrandgebiet nahezu gänzlich verschont bleibe.
aber ich sage mir immer: die tun nix, die wollen nur spielen.

uff alle fälle wünsch´ ick dia ´n bazen laune, wah...!

[meine persönliche meinung ist ja, dass karneval in erster linie ein legalisiertes fremdv**eln ist]

@ ms: das stelle ich mir als den wirst case vor.

9:11 vorm.  
Anonymous Malcolm said...

Und ich weiß nicht mal wann Karneval ist!

10:41 vorm.  
Anonymous Anonym said...

Viva Colonia !
Ach herrlich ....ich will die Hymne auf die Friesenstr hören .... schnief - Köln alte Heimat ....Jen*

11:25 vorm.  
Blogger Natalie und Raphaela said...

Irgendwie entsteht hier der Eindruck, als haben die wenigsten Menschen Lust auf Karneval????
Dabei sind doch dann die Straßen voll von lustigen Menschen mit roten Nasen!!! Auch die jenigen, die sich davor drücken wollten stehen dann betrunken an der Theke oder flirten, was das Zeug hält...
Auch wir sind jedes Jahr froh, wenns wieder vorbei ist, aber: da man dem sowieso nicht entgehen kann, machen wir einen auf "Mitläufer" (besser "Mitdrinker") und geben unser bestes!!!

12:25 nachm.  
Blogger fishcat said...

@kerstin: das mit dem legalisierten Fremdv*** ist in erster Linie eine Einstellung, die die von uns (mehr oder minder liebevoll ;)) als "Imis" bezeichneten Karnevalstouristen haben, bzw. Leute, die hier nicht aufgewachsen sind. Das sind auch die, von denen man an Weiberfastnacht angequatscht wird, weil sie gerne ein "Karnevalsküsschen" haben möchten. Die entwickeln sogar Theorien, an welchen Tagen man am besten eine abschleppen kann.
Ich und die Kölner, die ich kenne, freuen uns in erster Linie, unsere Stadt zu feiern. Jedenfalls hab ich an Karneval bisher weder fremdgev*** noch überhaupt jemanden aufgerissen, den ich unter anderen Umständen nicht auch aufgerissen hätte.

4:49 nachm.  
Blogger nilzenburger said...

ävver fishcat: e bützje in ehre... aber natürlich nicht wahllos mit jedem, da hast du schon recht..dennoch, es wird mehr geknutscht, auch von kölschen, als sonst im jahr. das ist ja auch sehr gut.

5:00 nachm.  
Blogger Kerstin said...

@fishcat: aah ja... wieder was dazu gelernt. die (karnevals-)touris... klingt plausibel und nachvollziehbar. dann macht mal da unten :o)

5:01 nachm.  
Blogger nilzenburger said...

@ kerstin: uff jeden fall erze mal danke für deene wünsche, wa?
ich komme mir ja fast schon selber wie ein karnevalstourist vor, das ist ja das schlimme, mäht ävver nix.

5:16 nachm.  
Blogger fishcat said...

Nilz, e Bützje is ja auch wat janz anderes als ein "Karnevalsküsschen". Touris nennen das ja auch gerne "Bützchen" und glauben dann, sich nicht enttarnt zu haben. ;)
Mal ganz zu schweigen davon, dass man die Bützjer meiner Meinung nach spontan vergibt, beim Schunkeln oder wie auch immer, jedenfalls nach Lust und Laune. Aber jemand, der mich auf der Straße darauf anspricht, während ich gerade an ihm vorbeigehe, muss schon jemand ganz tolles sein, um dann auch wirklich eins zu bekommen.
Und klar wird mehr geknutscht - es wird ja auch mehr getrunk... äh, gefeiert. An Silvester ist das glaube ich ein ähnliches Phänomen.

@kerstin: ist tatsächlich so. Die Leute, die das als Gelegenheit fürs Fremdgehen nutzen, sind nicht die, die gerne Karneval feiern - sondern die, die gerne fremdgehen. Die kann ich übrigens auch nicht leiden. ;)
Und ja, wir machen dann mal. Dieses Jahr freue ich mich auch tierisch drauf! :)

6:21 nachm.  
Blogger Dr Sno* said...

Man muss sich einfach an Tradtionen halten und so bleibt mir als Münchner nunmal nix anderes übrig als total und komplett Faschingsmuffel zu sein.

Obwohl ich grundsätzlich natürlich im Umgang mit verwirrten Verkleideten geübt bin...

10:42 vorm.  

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