Dienstag, November 22, 2005

Boah, war die scheisse.


Ich habe heute zum aufstehen den "Rolling Stones Rock´n´Roll Circus" geguckt, in dem auch unter anderem ein Auftritt von "Dirty Mac" war. Das war ja John Lennons Band kur vor dem Beatlessplit, vor allem mit Eric Clapton an der Lead Guitar. Also eher so ein Noiseprojekt das nur Bluesimprovisationen spielte. Ich glaube die gab es auch nur 4 Auftritte lang. Ich habe irgendwann einmal ein Interview mit Clapton gelesen in dem er erzählte, das sie immer an Flughäfen probten und so. Und das sie auf den paar Auftritten ausgebuht wurden. Allerdings nicht, weil es nicht gefiel, sondern wegen der "Gastsängerin", der Mörderin der Beatles, Yoko Ono.


Die war die ganze Zeit am Bühnenrand, dann stand sie plötzlich auf, ging ans Mikrofon, an dem auch ein Geiger stand und jaulte Non-Stop-Avantgarde-Jodelei ins selbige. Nicht auszuhalten. Das wäre natürlich der ideale Zeitpunkt um 2 Euro ins Phrasenschwein zu werfen, denn wenn man das gesehen hat, fällt einem unwillkürlich der schöne Spruch "Kunst kommt von Können" ein. Und Yoko kann/konnte es eben nicht. Man merkt richtig, wie sie unter dem Deckmantel der Liebe ihren Mann dazu brachte es für eine gute Idee zu halten wenn sie täte, was sie tat. John Lennon stand auf der Bühne, spielte Gitarre und lachte sich tot.

Das führt wiederum zu meiner Theorie, das Beziehungen zwar super sind und wir für nix anderes leben, aber das ihr Knackpunkt eben auch das killen von Kreativität ist. Wer verliebt ist, der kann sich auf nix mehr konzentrieren, die eigene Stimme wird von Herzklopfen und schmachten übertönt. Kreatives arbeiten ist somit unmöglich. Ich konnte noch nie besonders gut Songs schreiben, wenn ich in einer Beziehung war. Von Geschichten oder Texten mal ganz abgesehen. Selbst Songs über die Liebe kommen leichter von der Hand, wenn man sie gerade nicht hat. Und somit wäre auch klar, warum Yoko Johns Untergang war. Eine mittelklassige Fluxuskünstlerin (das war ja das Problem am Fluxus: Talentierte Menschen zelebrierten sinnlose Mittelmässigkeit, so das die Mittelmässigen unter ihnen kaum auffielen) profiliert sich über einen der zwei besten Songwriter aller Zeiten. Das einzig gute was dabei noch herauskam war der Song "Woman". Oder um einen Song von King Rocko Schamoni zu zitieren:

"Ich glaube nicht -oh no- das ich mit Yoko Ono zusammenleben könnte.
Oh no no no no- wir würden uns wohl nicht verstehen."


BTW: Man könnte auch die Ärzte zitieren, die es einst in ihrer kürzesten Single schafften, die Yoko Ono Problematik mit einem Song über Schlussmachen zu verbinden:

"du hast mir nichts als pech gebracht,
hast mich nur belogen
du hast mich laecherlich gemacht
mein konto ueberzogen -

du nervst noch mehr als yoko ono
du gehst mir ewig auf den sack
du haust nicht ab aus meiner wohnung
du hast einen beschissenen musikgeschmack
"

3 Comments:

Blogger romanlibbertz said...

john lennon musste auf offener strasse 6 kugeln nehmen, yoko ono stand genau daneben und sie wurde nicht einmal getroffen!

10:07 nachm.  
Blogger Chris said...

Mark Chapman wollte ja auch nur ihn, wäre Yoko sein Opfer gewesen, würde man sich heute weniger für Chapman interessieren. Dann wäre es einfach nur ein Mord an irgendeiner mäßig begabten Musikerin gewesen, Lebensgefährtin von Lennon und nicht an dem Beatle John Lennon.

11:37 nachm.  
Blogger greybird said...

Deine Kritik an Lennons Soloarbeit find ich aber ein bisschen hart. Schließlich hat er auch danach noch ein paar wirklich tolle Nummern hingelegt. Und er war der einzige von den "alten Säcken" die die aufblühende Punkbewegung damals gelten ließ und teilweise sogar als Vorbild sah.

12:39 nachm.  

Kommentar veröffentlichen

<< Home